Fußball-Profis in NRW dürfen wieder trainieren

Corona: BVB Training in Zweiergruppen erlaubt

Fußball-Profis in NRW dürfen wieder trainieren

Von Michael Westerhoff

  • Ausnahmeregelung: Fußball-Profis müssen Beruf ausüben können
  • Hobby-Sportler dürfen weiterhin nicht zusammen trainieren
  • Ausnahmen gelten auch für andere Leistungssportler

Bundesliga-Profis in NRW können das Training wieder aufnehmen. Für sie gilt eine andere Regelung als für Hobbysportler, die weiterhin nicht auf den Sportplatz dürfen. Das bestätigte Dortmunds Ordnungsdezernent Norbert Dahmen (CDU) am Dienstag (31.03.2020).

Lockerung der Regelungen für Profis

"Wenn Marco Reus, Axel Witsel oder Roman Bürki durch Dortmund joggen, erregt das zu große Aufmerksamkeit", argumentiert Dortmunds Ordnungsdezernent Norbert Dahmen, der sich bei der Landesregierung für eine Lockerung der Regelungen für Profis eingesetzt hat. Die Gefahr, dass sich große Menschenmengen bildeten sei im Dortmunder Wald oder in den Straßen viel größer als wenn sich die Profis auf dem BVB-Trainingsgelände fit hielten.

Sportplätze sind jetzt Betriebsgelände

Möglich macht die Ausnahmeregelung ein kleiner Trick: Die Sportplätze von Profi-Mannschaften wurden kurzerhand zum Betriebsgelände erklärt. "Das Gesundheitsministerium hat in einem Schreiben klargestellt, dass Profisportler einen Beruf haben und dass sie in ihrer Berufsausübung nicht beschränkt werden dürfen", so Dahmen. Damit gelten dort dieselben Regeln wie bei anderen Unternehmen. Die Profis müssen Abstände einhalten und dürfen nur in Zweiergruppen trainieren.

Hobby-Sportler dürfen weiterhin nicht auf Sportplatz

Dahmen stellt klar: Das alles gelte zwar u.a. für die sieben Bundesliga-Vereine aus Nordrhein-Westfalen, nicht aber für Hobby-Sportler: "Der Freizeitsportler betreibt seinen Sport, weil es sein Hobby ist, er sich betätigen will oder einfach Freunde treffen will, der Berufssportler lebt davon", skizziert Dahmen den Unterschied. Ein Profi müsse sich fit halten und auf seinen Beruf vorbereiten. Das alles gelte für Amateure und Hobby-Sportler nicht.

Regel gilt auch für Olympia-Stützpunkte

Den Ball – im wahrsten Sinne des Wortes - ins Rollen brachte BVB-Profi Emre Can, der am Wochenende in einem Interview angekündigt hatte, dass Borussia Dortmund wieder ins Training einsteigen wolle. Daraufhin nahm Dahmen Kontakt zur Landesregierung auf, die jetzt für Klarheit gesorgt hat. Die Regelung gilt nicht nur für Profi-Fußballer in NRW, sondern auch für Leistungssportler in den Olympia-Stützpunkten in Nordrhein-Westfalen.

Stand: 31.03.2020, 16:51