NRW-Spitzenfußball-Vereine gründen Allianz gegen Gewalt im Stadion

NRW-Bundesligisten und Polizei bilden Allianz gegen Gewalt Lokalzeit2go - Dortmund 14.09.2020 00:39 Min. Verfügbar bis 14.09.2021 WDR Dortmund

NRW-Spitzenfußball-Vereine gründen Allianz gegen Gewalt im Stadion

Gemeinsam haben die NRW-Clubs der 1. und 2. Fußball-Bundesliga die Aktion "Stadionallianz gegen Gewalt“ ins Leben gerufen.

Innenminister Herbert Reul und Vertreter der insgesamt neun Clubs haben am Montag im Deutschen Fußballmuseum in Dortmund eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Dabei sind Borussia Dortmund, Borussia Mönchengladbach, Bayer Leverkusen, Schalke 04, 1. FC Köln, Arminia Bielefeld, SC Paderborn, VfL Bochum und Fortuna Düsseldorf. Hintergrund ist die wachsende Gewaltbereitschaft im Zusammenhang mit Fußball.

Nach Auskunft des Landes NRW wurden während der Saison 2018/19 am Rand von Fußballspielen 276 Menschen verletzt und 1.615 Strafverfahren eingeleitet.

Täter schneller finden

In Zusammenarbeit mit der Polizei sollen Täter schneller identifiziert, isoliert und der Justiz überstellt werden. Regelmäßiger Austausch, gemeinsame Übungen, Abstimmungen und klare Ansprechpartner sollen Teile aller Allianzen werden.

Ein Nebeneffekt: Durch die Zusammenarbeit werden möglicherweise in Zukunft im und am Stadion weniger Polizisten und Sicherheitskräfte gebraucht. NRW-Innenminister Herbert Reul dazu:" Wir gehen damit ein seit Jahrzehnten bestehendes Problem an. Enger Austausch und Kooperation sind die Schlüssel für weniger Gewalt im Fußball."

Das Bündnis ProFans kritisierte, Fanbeauftragte und Fanprojekte seien nicht mit einbezogen worden.

Stand: 14.09.2020, 17:10