"Fridays for Future"-Kongress zu Ende

Jugendliche sitzen vor einer Bühne auf dem Boden und hören dem Redenden auf dem Podium zu

"Fridays for Future"-Kongress zu Ende

  • "Fridays for Future"-Sommerkongress zu Ende gegangen
  • Autor Marc-Uwe Kling bei Abschlusskundgebung
  • Bundesweite Großdemonstration im September geplant

Fünf Tage lang haben sich in Dortmund Aktivisten der "Fridays for Future"-Bewegung getroffen. Am Sonntag (04.08.2019) ging der Sommerkongress im Revierpark Wischlingen offiziell zu Ende.

Große mediale Aufmerksamkeit für Aktivisten

Insgesamt nahmen rund 1.400 Aktivisten an dem Kongress teil, sagt Mitorganisator Julius Obhues. Die Jugendlichen wollten zeigen: Wir sind auch in den Ferien noch da! Fünf Tage lang diskutierten die Teilnehmer nicht nur über die Aufgaben der Politik beim Klimaschutz, sondern auch darüber, wie sie mit ihren Protesten langfristig etwas erreichen können.

"Fridays for Future"-Aktivist Julius zeigt sich zufrieden mit dem Sommerkongress. Der 16-jährige Schüler aus Dortmund hatte das Treffen zusammen mit anderen Jugendlichen zweieinhalb Monate lang organisiert. "Es ist toll, dass wir durch den Kongress eine so große mediale Aufmerksamkeit bekommen haben. Dadurch wird den Menschen nochmal präsenter, warum wir auf die Straße gehen."

Bundesweite Demonstration im September

In Zukunft wollen die Aktivisten ihre Proteste noch ausweiten. Das machten sie auch noch einmal auf einer Großdemonstration am Freitag (02.08.2019) in der Dortmunder Innenstadt klar. Am 20. September ist eine bundesweite Demonstration in verschiedenen Städten geplant, bei der nicht nur die Jugendlichen, sondern auch Erwachsene mitlaufen sollen.

Marc-Uwe Kling bei Abschlussveranstaltung

ein Mann liest auf einer Bühne aus einem Buch

Autor Marc-Uwe Kling beim "Fridays for Future"-Sommerkongress

Zum Abschluss des fünftägigen Sommerkongresses trat der Autor Marc-Uwe Kling auf. Er las mehrere neue und alte Texte aus seiner Känguru-Reihe und thematisierte so die Klimakrise mit Humor. Abschließend lobte er die Jugendlichen für ihr Engagement und forderte sie auf, mit den Protesten weiterzumachen.

Teilnehmer wollen keinen Müll hinterlassen

Kritiker der "Fridays for Future"-Bewegung befürchteten, dass das Camp im Dortmunder Revierpark Wischlingen sicherlich viel Müll hinterlasse. Kurz vor der Abreise der rund 1.400 Teilnehmer am Sonntag (04.08.2019) waren auf den Zelt- und Veranstaltungsplätzen aber keine Müllberge zu sehen.

Eine grüne Wiese mit Zelten

Saubere Zeltplätze im Revierpark Wischlingen

Mitorganisator Julius Obhues sagte, dass es kein spezielles Konzept zur abschließenden Reinigung des Parks gebe. "Aber wir sind ja aus Umweltgründen hier, deshalb mache ich mir keine Sorgen, dass die Leute ihren Müll liegenlassen."

Nächster Kongress voraussichtlich in Ostdeutschland

In Zukunft soll es weitere Kongresse der "Fridays for Future"-Bewegung geben. Der nächste soll voraussichtlich in Ostdeutschland stattfinden und ist schon für den Winter dieses Jahres geplant.

Stand: 04.08.2019, 15:02

Kommentare zum Thema

1 Kommentar

  • 1 Selbstdenker 05.08.2019, 12:10 Uhr

    Dafür hätte WDR5 heute Morgen keinen Professor der FU Berlin interviewen müssen - wie ich schon letzte Woche hier kommentierte (und nun vom Prof. bestätigt): Bei Fridays for Future handelt sich um die Kinder der gebildeten, reichen (weißen) Mittelschicht, die selbst innerhalb ihrer Altersklasse (nur) eine (lautstarke) Minderheit darstellen! Es ist schon bemerkenswert, dass solchen Minderheiten und ihrer Heilsgöttin von der öffentlichen-rechtlichen derart breiten Raum eingeräumt wird.....bei anderen (lautstarken) Minderheiten wird dies ja abgelehnt....weil die politisch andere Sichtweisen als die Redakteure vertreten!?