"Fridays for Future": Sommerkongress geht auf die Straße

"Fridays for Future": Sommerkongress geht auf die Straße

  • Route durch die Dortmunder Innenstadt
  • Besuche bei Firmen und Banken
  • Kurzfristige Kreuzungs-Blockaden

Rund 1.500 Jugendliche haben am Freitag (02.08.2019) in der Dortmunder Innenstadt demonstriert. Sie sind Teilnehmer des ersten großen "Fridays for Future"-Kongresses, der seit Mittwoch im Revierpark Wischlingen läuft.

Kundgebungen und Auftritte

Gegen 10 Uhr ist die Demo gestartet, durch die Fußgängerzone bis zum Platz der alten Synagoge vor dem Opernhaus. Hier gab es eine Kundgebung und Auftritte von Bands.

"Fridays for Future": Anhänger demonstrieren in Dortmund

Anhänger der "Fridays-for-Future-Bewegung" sind am Freitag durch die Dortmunder Innenstadt gezogen. Unter anderem gab es auch eine Sitzblockade vor dem Gebäude der RWE-Tocher Innogy.

Fridays for Future-Demo in Dortmund

Etwa 1.500 "Fridays-for-Future-Anhänger" haben am Freitagvormittag (02.08.2019) in der Dortmunder Innenstadt demonstriert.

Etwa 1.500 "Fridays-for-Future-Anhänger" haben am Freitagvormittag (02.08.2019) in der Dortmunder Innenstadt demonstriert.

Mit selbst gebastelten Plakaten machten die überwiegend jungen Menschen auf den Klimawandel aufmerksam. Sie fordern ein Umdenken.

Dabei bieten sie auch Alternativen. Hier wird die Botschaft "nehmt das Fahrrad, nicht das Auto" vermittelt.

Einige Plakate äußerten auch Kritik an der Politik.

Im Anschluss an den Demo-Zug durch die Innenstadt blockierten die Teilnehmer Kreuzungen in der Innenstadt. Sie verteilten Info-Zettel an die wartenden Autofahrer.

Ein Polizist begleitet die Anhänger bei der Sitzblockade auf der Kreuzung.

Später teilen die Demonstranten sich in Gruppen auf. Eine Gruppe zog zum Gebäude der RWE-Tocher Innogy, dort gab es eine Sitzblockade. Alles lief friedlich ab, die Blockade löste sich später selbst auf. Die Polizei musste nicht einschreiten.

Dabei wurde eins ganz deutlich: Die Kritik der Schüler richtet sich ausdrücklich auch gegen die Bundesregierung und allgemein die Politik. Es werde viel geredet und wenig getan.

Großes Medien-Echo

Begleitet wurden die Schüler von Journalisten aus ganz Deutschland. Die berichten seit Mittwoch ausführlich über den ersten bundesweiten Kongress der Bewegung. Damit hat der Sommerkongress eins schon erreicht: Aufmerksamkeit zu schaffen für die Bewegung und ihre Ziele, etwa die Einführung einer CO2-Steuer.

"Klimasünder" im Auto treffen

Fridays for Future-Demonstration in Dortmund

Nach der Demonstration gab es weitere Aktionen in der Innenstadt: An einer vielbefahrenen Kreuzung blockierten die Schüler während der Grünphasen für Fußgänger die Fahrbahn und verteilten Flugblätter an Autofahrer. Die Aktion war mit der Polizei abgesprochen und wurde von Beamten begleitet.

Andere Kleingruppen zogen durch die Stadt, um für einen internationalen Klimastreik am 20. September zu werben - unter anderem in Filialen von Unternehmen und Banken. Die waren allerdings vorgewarnt, dass sie Besuch bekommen. Unter anderem gab es einen Sitzstreik vor dem Gebäude der RWE-Tochter Innogy.

Blockade in Essen

Bereits am Donnerstagabend hatten Fridays for Future-Aktivisten zusammen mit "Extinction Rebellion" in Essen eine Straßenkreuzung blockiert. 40 Menschen stellten sich mehrmals mit Plakaten den Autofahrern in den Weg.

Der Verkehr staute sich jedes Mal auf mehreren hundert Metern. Die Autofahrer blieben gelassen - sie erhielten Infomaterial und Kekse.

Stand: 02.08.2019, 17:40

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