Globaler Klimastreik auch in Castrop-Rauxel

Mädchen mit Schild

Globaler Klimastreik auch in Castrop-Rauxel

Von Sebastian May

  • Junge Menschen engagieren sich
  • Klima-Proteste auch im Ruhrgebiet
  • Kommunalpolitik unterstützt

Wenn am Freitag (20.09.2019) wieder unter dem Titel #Allesfürsklima protestiert wird, dann machen in der Regel Bilder aus Köln, Berlin und anderen Großstädten die Runde. Aber nicht nur in den großen Metropolen des Landes wird protestiert. Auch im Ruhrgebiet gibt es Ableger der Klima-Bewegung.

Demonstrationen im Ruhrgebiet deutlich kleiner

In Castrop-Rauxel wurde die Demonstration mit circa 600 Teilnehmern bei der Polizei angemeldet. Das Organisationsteam der Fridays for Future-Bewegung in Castrop-Rauxel besteht aus einem harten Kern von 10 Leuten. Anna Liedtke (18) ist eine von ihnen.

Wöchentlicher Rhythmus lohnt sich nicht

Direkt neben dem zentralen Marktplatz in Castrop finden diverse Fridays for Future-Treffen statt. In der zweiten Etage im Bogi's Café werden die Demonstrationen geplant. Die erste Demo fand Anfang 2019 statt. Seitdem gab es noch zwei weitere.

Jugendliche demonstrieren auf der Straße im Rahmen der Fridays for Future-Bewegung.

Drei Fridays for Future-Demos gab es seit Anfang 2019 in Castrop-Rauxel.

Eine wöchentliche Demo könne man nicht schaffen, erklärt Anna Liedtke. "Wir fahren dann ab und zu in andere Städte, wie Dortmund und demonstrieren dort mit." Bei bundesweiten Treffen vernetzt sich die kommunale Gruppe darüber hinaus mit anderen Fridays for Future Aktivisten. Man tauscht sich über Methodik und Erfahrungen aus und unterstützt sich gegenseitig beim Aufbau.

Bisher nur gute Erfahrungen

Außerdem bringen sich die jungen Demonstranten aktiv in die Kommunalpolitik ein. Vertreter der Gruppe sprachen unter anderem bei einer Ratssitzung oder der Bürgermeister Rajko Kravanja diskutiert mit ihnen über Klimathemen: "Wir haben bislang nur positive Erfahrungen gemacht", bestätigt Nicole Fulgenzi von der Pressestelle der Stadt Castrop-Rauxel.

Junge Demonstranten studieren woanders

Trotzdem - die jungen Leute zieht es raus aus den Kommunen in größere Städte. Auch Anna Liedtke wird die Stadt bald verlassen. Sie zieht nach Mülheim an der Ruhr, um in Duisburg Politik zu studieren. Viele ihrer Freunde aus dem Organisationsteam machen es ähnlich. Das, was sie in Castrop aufgebaut haben, lassen sie dann zurück. "Natürlich ist das schade. Aber eine Freundin von mir hat schon ihre kleine Schwester sozusagen angelernt. Es bleibt also quasi in der Familie."

Stand: 19.09.2019, 11:50