Ein Jahr "Fridays for Future"

Eine Frau mit einer weiß-grünen "Fridays forFuture"-Flagge

Ein Jahr "Fridays for Future"

  • Umweltaktivisten ziehen Bilanz
  • Kritik: politisch noch nichts erreicht
  • Landwirt hält Forderungen für zu pauschal

In Dortmund läuft seit Mittwoch (31.07.2019) ein Kongress aller 600 deutschen Ortsgruppen von "Fridays for Future". Seit gut einem Jahr gibt es die Bewegung in Deutschland. Immer wieder wird kritisiert, dass die Aktivisten noch nichts erreicht hätten.

Ziel: Mehr Öffentlichkeit

Rund 1.500 "Fridays for Future"-Aktivisten wollen in Dortmund ihre Ziele für den Klimaschutz klarer definieren. Sie wollen sich selbstbewusster präsentieren. Und sie wollen von Wissenschaftlern und Experten in Workshops noch mehr über den Klimawandel lernen.

Ragna Diederichs vom Dortmunder Orga-Team blickt positiv auf das erste Jahr der "Fridays for Future"-Bewegung zurück: "Die Klimakrise ist sehr viel relevanter geworden in der Öffentlichkeit. Trotzdem fehlt uns natürlich noch die Umsetzung der Politik."

Fridays for Future: "Die Politik macht im Moment Pause"

WDR 5 Morgenecho - Interview 31.07.2019 04:26 Min. Verfügbar bis 30.07.2020 WDR 5

Download

"Fridays for Future hat politisch nichts erreicht"

Der Diplom-Physiker Jürgen Blümer aus Drensteinfurt gehört zu den "Scientists for Future" und ist Mitglied des Klimabündnisses der Stadt Hamm. Er gibt zu: Mehr als öffentliche Aufmerksamkeit hätten die "Fridays for Future"-Demonstranten bisher wohl nicht erreicht.

Deswegen hält Blümer den Sommerkongress von "Fridays for Future" auch für so wichtig: "Aus meiner Sicht haben wir in den letzten zwölf Monaten politisch noch nichts erreicht. Deshalb müssen wir jetzt inhaltlich arbeiten und zeigen, wohin wir uns eigentlich bewegen müssen."

"Forderungen sind zu pauschal"

Ähnlich sieht das Landwirt Hans-Heinrich Wortmann aus Kamen. Er ist Kreisvorsitzender im Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverband und sitzt im Umweltausschuss des Kreises Unna. Dort habe vor einigen Wochen auch eine Gruppe von "Fridays for Future"-Aktivisten ihre Forderungen vorgetragen.

Für den Landwirt waren die viel zu allgemein: "Ich glaube, dass viele Landwirtschaft gar nicht kennen und dass viele noch nie in Kontakt mit Landwirten standen. Für mich handelt es sich bei den Forderungen einfach nur um Pauschalurteile über die Landwirtschaft."

Klimaschützer treffen sich zum Sommercamp

KiRaKa Thema des Tages 31.07.2019 02:21 Min. Verfügbar bis 30.07.2020 KiRaKa Von Sarah Richmond

Download

Stand: 01.08.2019, 07:24