Frau wegen falscher Nötigungsvorwürfe angeklagt

Schalke-Fans beim Champions-League-Spiel gegen Manchester City.

Frau wegen falscher Nötigungsvorwürfe angeklagt

  • Frau wegen Falschaussage vor Gericht
  • 22-Jährige will bei Schalke-Spiel sexuell belästigt worden sein
  • Auswertungen ergaben keinen Hinweis

Eine junge Frau die behauptet hatte, während eines Spiels des Fußball-Bundesligisten Schalke 04 sexuell belästigt worden zu sein, muss sich vor Gericht verantworten. Wie eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Essen am Mittwoch (13.06.2019) mitteilte, wird ihr falsche Verdächtigung und Vortäuschen einer Straftat vorgeworfen.

Die 22-Jährige hatte angegeben, Ende November bei einem Fußballspiel zwischen dem FC Schalke 04 und dem 1. FC Nürnberg im Schalke-Block genötigt worden zu sein. Ein Mann soll versucht haben, ihr den BH zu öffnen.

Kein Hinweis auf sexuellen Übergriff

Ihre Beschuldigungen gegenüber dem Ordnungsdienst hatte sie jedoch zurückgenommen. Zunächst hatte sie gesagt, der Ordnungsdienst hätte ihre Bitte um Hilfe ignoriert und nicht ernst genommen.

Die Staatsanwaltschaft geht aber davon aus, dass die Frau den Übergriff erfunden hat. "Wir sind der Auffassung, dass es mit allergrößter Wahrscheinlichkeit den sexuellen Übergriff nicht gegeben hat", so eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft am Mittwoch.

Die Auswertung von Videoaufnahmen habe zudem keinen Hinweis auf einen sexuellen Übergriff ergeben.

Stand: 13.06.2019, 13:25