Förderung von Spitzenforschung: Ruhrgebiets-Unis gründen Forschungszentrum

Wissenschaftlerin arbeitet im Labor

Förderung von Spitzenforschung: Ruhrgebiets-Unis gründen Forschungszentrum

Die Universitätsallianz Ruhr hofft, dass mit dem neuen Forschungszentrum die gesamte Region als Innovationsstandort vorangebracht wird. Im Fokus stehen dabei Zukunftsthemen.

Die Universitäten in Bochum, Dortmund und Duisburg-Essen gründen gemeinsam ein deutschlandweit einmaliges Forschungszentrum. Das Ziel der sogenannten Universitätsallianz Ruhr ist, Spitzenforschung zu Themen der Zukunft in die Region zu bringen und dadurch einen Innovationsstandort zu etablieren. Außerdem sollen hunderte neue Jobs in der Forschung geschaffen werden.

Die wichtigesten Themen der Zukunft sind dabei Gesundheit, Umwelt, Nachhaltigkeit und das Vertrauen in digitale Systeme. Dazu wollen die Hochschulen Spitzenforscher aus aller Welt ins Ruhrgebiet locken. Bis 2025 soll dann der Vollbetrieb des Forschungszentrums erreicht sein. Das Land NRW fördert das Projekt mit insgesamt 75 Millionen Euro.

Wandel durch Wissenschaft

"In den 1960er-Jahren hat die Gründung der Ruhrgebietsuniversitäten den Strukturwandel des Ruhrgebiets maßgeblich vorangetrieben", sagt NRW-Wissenschaftsministerin, Isabel Pfeiffer-Poensgen. "Mit der jetzt geschlossenen Kooperation wird ein neuer, hoch innovativer Universitätsverbund geschaffen."

Außerdem könne die Region sehr von den innovativen Ideen aus der Forschung profitieren, meint auch der Dortmunder TU-Rektor Prof. Dr. Manfred Bayer. "Wandel durch Wissenschaft hat hier Tradition und wird die Metropolregion auch in Zukunft voranbringen", führt er fort.

Idee stammt aus der Ruhr-Konferenz

Ein international bedeutendes Forschungszentrum im Ruhrgebiet zu errichten, das standortübergreifend arbeitet, hatte sich bereits 2019 in dem offenen Ideenwettbewerb der Ruhr-Konferenz durchgesetzt. Im vergangenen Jahr stellte die Landesregierung dann das Budget bereit. Der Kooperationsvertrag der drei Universitäten wurde schließlich am Mittwoch unterzeichnet.

Stand: 08.07.2021, 15:10