Essener Clan soll 50 Autounfälle fingiert haben

Autohaftpflichtversicherung zahlt nicht

Essener Clan soll 50 Autounfälle fingiert haben

  • Erschleichen von Versicherungsleistungen
  • Schaden geht in sechsstellige Höhe
  • Polizei spricht von großem Erfolg

Die Polizei hat am Mittwoch (06.03.2019) Details zu Ermittlungen gegen eine kriminelle libanesische Großfamilie bekanntgegeben. Mehrere Clanmitglieder sollen innerhalb eines Jahres mindestens 50 Autounfälle absichtlich verursacht haben, um so Geld von Versicherungen zu ergaunern.

Betrug im großen Stil

Der entstandene Schaden für die Versicherungen durch diese fingierten Unfälle sei sehr hoch, so die Ermittler. Es ginge um mehrere hunderttausend Euro. Neun Clanmitglieder stehen im Verdacht, die Autounfälle absichtlich verursacht zu haben. Gegen die Verdächtigen wird wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr und gewerbsmäßigen Betruges ermittelt.

Die Essener Polizei sprach von einem wichtigen Ermittlungserfolg im Kampf gegen Clan-Kriminalität. Das zeige, dass diese Clans ihre illegalen Geschäfte in den unterschiedlichsten Bereichen machen würden - nicht nur mit Shisha-Bars, so Polizeipräsident Frank Richter.

Großes Netzwerk

Hinter dem mutmaßlichen Versicherungsbetrug steckt laut Polizei offenbar ein großes Netzwerk: Möglicherweise Autohändler, Gutachter und Abschleppdienste. Die Ermittlungen dauern an.

Arabische Großfamilien im Visier der Polizei WDR extra 30.01.2019 01:29:44 Std. UT Verfügbar bis 30.01.2020 WDR

Stand: 06.03.2019, 16:15

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