Streit um Finanzierung des Revierparks Wischlingen

Streit um Finanzierung des Revierparks Wischlingen

  • Stadtrat will Betriebskostenzuschuss für Revierpark erhöhen
  • Regionalverband Ruhr ist gegen die Pläne
  • Parken könnte kostenpflichtig werden

Die Stadt Dortmund und der Regionalverband Ruhr (RVR) streiten über die künftige Finanzierung des Revierparks Wischlingen. Der Stadtrat will mit der Haushaltsvorlage am Donnerstag (13.12.2018) eine Entlastung bei den Betriebskosten um 250.000 Euro beschließen. Dabei will der RVR aber nicht mitziehen. Er will, dass Wischlingen stattdessen der neuen Freizeitgesellschaft Metropole Ruhrgebiet (FMR) beitritt. Um kurzfristig die Einnahmen zu erhöhen, könnten zusätzlich Parkplatzgebühren eingeführt werden.

Mit Millionen-Aufwand modernisiert

Über 400.000 Menschen besuchen jährlich die verschiedenen Angebote in Wischlingen: Solebad, Saunalandschaft, Eislaufbahn und Klettergarten. Die beiden Partner des Revierparks, die Stadt Dortmund und der RVR, steckten in den vergangenen Jahren viele Millionen Euro in die Modernisierung der Anlagen und der Parklandschaft.

Umstritten ist die Finanzierung der Betriebskosten. Die sind nicht zu vermeiden, wenn die Eintrittspreise moderat für die Besucher bleiben sollen. Deshalb zahlen Stadt und Regionalverband jährlich je 478.000 Euro. Weil das nicht ausreicht, zahlt die Stadt von jetzt an mehr. Der RVR hält das für den falschen Weg.

Freizeitgesellschaft auf Sparkurs

Die 2017 gegründete Freizeitgesellschaft Metropole Ruhrgebiet will profitieren, indem sie die Verwaltungen aller Parks zusammelegt. Laut Geschäftsführung wurden schon im ersten Jahr 600.000 Euro durch die Einführung einer einheitlichen Buchhaltung gespart. Die Stadt Dortmund ist trotzdem dagegen. Stattdessen soll auf städtischer Ebene die Kooperation mit den anderen Parks und Schwimmbädern verbessert werden.

Streit um Finanzierung des Revierparks Wischlingen

WDR 2 | 13.12.2018 | 00:30 Min.

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Stand: 13.12.2018, 07:02

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