Stellenabbau bei Galeria Karstadt Kaufhof

Schaufenster mit neuem Logo "Galeria Karstadt Kaufhof"

Stellenabbau bei Galeria Karstadt Kaufhof

Von Denise Friese

  • Management kündigt Filialschließungen an
  • Noch keine Standorte bekannt
  • Mitarbeiter fürchten um ihre Jobs

Fast alle 174 Filialen von Galeria Karstadt Kaufhof sind gerade wieder geöffnet, da kommt in einem Mitarbeiterbrief (11.05.20) der große Dämpfer: Im Rahmen der Insolvenz mit Schutzschirm, die im April wegen der Corona-Schließungen eingeleitet werden musste, sollen nun Filialen geschlossen werden und Beschäftigte ihren Arbeitsplatz verlieren.

Noch keine von der Schließung betroffene Standorte bekannt

Wen es treffen wird, ist völlig offen. Auch die Betriebsräte und die Gewerkschaft Verdi wissen nicht, welche Filialen in Frage kommen - sie empfinden die Nachricht als Zumutung. Die Mitarbeiter würden auf "alles mögliche und gar nichts" vorbereitet, sagt Günter Isemeyer von Verdi. Das bringe allen 25.000 Beschäftigten jetzt nur Unsicherheit.

Mitarbeiter haben Angst

Der Dortmunder Betriebsrat Gerhard Löpke, der seit über vierzig Jahren bei Karstadt beschäftigt ist, erzählt von den vielen Anrufen seiner Kollegen: "Die haben alle Angst", sagt er. Aber für Beruhigung sorgen, kann er nicht. Auch ihm fehlen gesicherte Informationen. Er fühlt sich von der Unternehmensleitung "im Regen stehen gelassen."

Durch das Schutzschirmverfahren haben zwei externe Sanierer zur Zeit das Sagen in der Essener Zentrale. Sie müssen im Rahmen der Insolvenz bis Ende Juni einen Plan vorlegen, wie es mit Karstadt Kaufhof weitergehen kann. Spätestens dann muss es konkrete Entscheidungen geben. Welche Filialen geschlossen werden sollen, will das Management der Warenhauskette den Beschäftigten mitteilen, sobald gesicherte Informationen vorliegen, heißt es in dem Mitarbeiterbrief.

Stand: 12.05.2020, 15:11