Feuer zerstört Zechengebäude im Wittener Muttental

Das historische Steigerhaus der ehemaligen Zeche Herberholz ist durch einen Brand vollständig zerstört worden. Schon durch das Hochwasser wurde das denkmalgeschützte Haus stark beschädigt.

Es riecht noch verkohlt und von dem 200 Jahre alten Steigerhaus ist fast nur noch ein schwarzes Gerippe übrig. Obwohl die Feuerwehr am Sonntag mit 40 Einsatzkräften schnell vor Ort war, war nichts mehr zu retten. Die Brandursache ist derzeit noch unklar, verletzt wurde aber niemand. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen übernommen.

Mehr als ein Schock für die Betreiber

Vom ehemaligen Steigerhaus ist nicht mehr viel übrig. | Bildquelle: WDR/Daniel Chur

Das Gebäude ist einsturzgefährdet. Der Sauerländische Gebirgsverein, der das Haus gemietet hat, geht nicht davon aus, dass das Steigerhaus wieder hergerichtet werden kann. "Schock ist noch untertrieben. Nach der Flut war es schon schlimm. Und jedesmal wenn man hier aus dem Muttental wieder rausgefahren ist, hätte man heulen können. Und jetzt ist das... unbegreiflich", sagt Annemarie Korte von dem Verein.

Große Schäden durch Feuer und Wasser

Durch den Brand geht damit wahrscheinlich ein Stück Bergbaugeschichte verloren: Das Ziegelgebäude entstand 1875 als Betriebsgebäude der beiden Zechen Herberholz und Louisenglück. Das denkmalgeschützte Haus wurde bereits bei dem Hochwasser im Juli stark beschädigt.