Festnahmen nach AfD-Demo in Dortmund

Matthias Helferich redet auf AfD-Kundgebung am Dortmunder Phoenixsee

Festnahmen nach AfD-Demo in Dortmund

Im Anschluss an eine AfD-Kundgebung in Dortmund haben Rechtsextremisten am Dienstagabend Gegendemonstranten angegriffen. Laut Polizei wurden drei mutmaßliche Täter festgenommen.

Zu der Kundgebung am Phoenixsee hatte der Dortmunder AfD-Bundestagsabgeordnete Matthias Helferich aufgerufen. Gekommen waren insgesamt etwa 150 Menschen: AfD-Anhänger, Mitglieder der AfD-Jugendorganisation "Junge Alternative", Leute aus der sogenannten Querdenker-Szene und mehr als 20 Mitglieder der Dortmunder Neonazi-Szene.

Vor allem Rechtsextreme und die Mitglieder der "Jungen Alternative" lieferten sich schon während der AfD-Veranstaltung verbale Scharmützel mit antifaschistischen Gegendemonstranten.

Gegen angeblichen "Impfzwang" und "Masseneinwanderung"

Der Bundestagsabgeordnete Matthias Helferich hatte in seiner Rede der Bundesregierung Kungelei mit der Justiz und der Verwaltung vorgeworfen, ohne dafür einen Beleg zu liefern. Aufgrund dieser Verflechtungen könne die Bundesregierung in der Coronakrise nicht ehrlich zu ihren Bürgern sein, so Helferich. Die Besucher der Kundgebung antworteten mit "Widerstand"-Rufen.

Drei Festnahmen

Nach der Kundgebung reisten die Mitglieder der militanten Dortmunder Neonazi-Szene geschlossen ab, in Begleitung der Polizei. Im Hörder Bahnhof eskalierte die Situation trotzdem, Neonazis griffen Antifaschisten an. Die Polizei konnte aber sofort dazwischen gehen und drei Angreifer festnehmen.

Dabei gab es wieder Tumult, weil die Neonazis sich gegen ihre Festnahme gewehrt hatten. Nach WDR-Informationen sind die Festgenommenen zurzeit noch im Polizeigewahrsam. Der Dortmunder Staatsschutz ermittelt. Die angegriffenen Antifaschisten sind bei der Attacke nicht verletzt worden.

Stand: 01.12.2021, 12:24