Marl bildet ehrenamtliche Standesbeamte aus

Marl bildet ehrenamtliche Standesbeamte aus

  • Angespannte Personalsituation im Standesamt
  • 2018 musste Marl mehr als ein Drittel der Paare ablehnen
  • Ehrenamtliche Kräfte sollen für Entlastung sorgen

In Marl haben gerade neun Rathausmitarbeiter ihre Prüfung zum "Trau-Standesbeamten" bestanden. Sie dürfen nun ehrenamtlich Paare trauen. Hintergrund ist, dass in Marl wie in vielen Städten Standesbeamte fehlen. Vor allem die vielen Terminwünsche an Wochenenden sind zum Problem geworden.

Paare wurden an Nachbarstädte verwiesen

Von 450 heiratswilligen Paaren bekamen in Marl im vergangenen Jahr 180 keinen Termin und mussten sich in einer Nachbarstadt trauen lassen. Zum Beispiel in Bochum, wo das Standesamt umliegenden Städten hilft, wenn dort keine Termine frei sind.

Katharina Neuhaus von der Stadt Marl erzählt, wie es zu der Idee mit den neuen Trau-Standesbeamten kam: ""Das Problem war, dass wir nicht genügend hauptamtliche Standesbeamte haben, um diese ganzen Zeiten aufzufangen. Die würden ja in der Woche fehlen."

Rathausmitarbeiter engagieren sich ehrenamtlich

Die freiwilligen Traustandesbeamten in Marl sind Rathausmitarbeiter, in anderen Städten machen auch Feuerwehrleute oder Ingenieure mit. Sie entlasten die hauptamtlichen Standesbeamten, die aber weiter für Namensänderungen und Beurkundungen von Sterbefällen und Geburten zuständig sind. 

Stand: 18.01.2019, 08:03