Bewährungsstrafe im Dortmunder Falschgeld-Prozess

Falschgeldprozess gegen Hemeraner 00:46 Min. Verfügbar bis 05.03.2020

Bewährungsstrafe im Dortmunder Falschgeld-Prozess

  • Landgericht Dortmund verurteilt 39-Jährigen
  • Mehr als 900.000 Euro in kleinen Scheinen
  • Blüten in Autoreifen nach Deutschland geschmuggelt

Ein 39-jähriger Mann aus Hemer hat Falschgeld im großen Stil nach Deutschland geschmuggelt. Dafür hat ihn das Dortmunder Landgericht am Mittwoch (13.03.2019) zu einer zweijährigen Bewährungsstrafe verurteilt. Im Prozess hatte der Mann bereits gestanden, mit Blüten im Wert von 900.000 Euro gehandelt zu haben.

Blüten bei Fahrten nach Neapel besorgt

In seiner italienischen Heimat Neapel hatte er Falschgeld bestellt - und teilweise eigenhändig nach Dortmund und Schwerte gebracht, so sein Geständnis. Versteckt in Autoreifen oder inmitten einer Lieferung Waschmittelflaschen. Die falschen Zwanziger und Fünfziger mit verschiedenen Seriennummern waren offenbar unterschiedlich gut gefälscht.

Die Guten soll der Angeklagte für einen Bruchteil des aufgedruckten Wertes weiterverkauft haben. Zum Beispiel auf der Toilette einer Dortmunder Dönerbude. Mit den schlechteren Blüten gab es allerdings Probleme.

Falschgeld im Weinkeller gelagert

Einige Auftraggeber sollen sich geweigert haben, die schlechten Blüten anzunehmen, weil sie fürchteten, diese niemals verwenden zu können. Deswegen soll das Falschgeld wochenlang im Weinkeller eines Feinkostladens in Schwerte gelagert worden sein. Dort fand die Polizei auch größere Mengen der Blüten.

Weitere Beteiligte an dem Handel mit Falschgeld wurden bereits in anderen Gerichtsverfahren zu Gefängnisstrafen verurteilt.

Stand: 13.03.2019, 13:14