Dortmunder Ex-Feuerwehrchef wegen Volksverhetzung verurteilt

Ex-Feuerwehrchef, Klaus-Jürgen Schäfer im Gerichtssaal

Dortmunder Ex-Feuerwehrchef wegen Volksverhetzung verurteilt

  • Dortmunder Ex-Feuerwehrchef schuldig gesprochen
  • Geldstrafe wegen Volksverhetzung und Holocaustleugnung
  • Auslöser war ein Facebook-Post Schäfers

Der ehemalige Chef der Dortmunder Feuerwehr, Klaus-Jürgen Schäfer, ist am Mittwoch (20.06.2018) verurteilt worden. Er wurde unter anderem wegen Volksverhetzung, Leugnen und Verharmlosen des Holocaust schuldig gesprochen.

Dortmunder Ex-Feuerwehrchef wegen Volksverhetzung verurteilt

Zu Geldstrafe verurteilt

Schäfer muss 14.700 Euro Strafe zahlen. Damit ist der Richter im Strafmaß unter der Forderung der Staatsanwaltschaft geblieben. Sie hatte sich für eine einjährige Bewährungsstrafe ausgesprochen.

Sobald das Urteil rechtskräftig wird, gilt Klaus-Jürgen Schäfer als vorbestraft. Während des Prozesses hatte er die Vorwürfe von sich gewiesen.

Gewaltverherrlichender Facebook-Post

Unter anderem hatte Schäfer auf Facebook geschrieben, dass es ihn freuen würde, wenn "gewisse Kreaturen geschmuddelt würden". Der Richter sah darin eine Anspielung auf den Totschlag am Punker Thomas Schulz, genannt Schmuddel.

Der wurde von einem Rechtsextremen in einer Dortmunder U-Bahn-Haltestelle erstochen. Schäfer postete seine Forderung auf einer rechtsextremen Seite.

Suspendierung nach Neonazi-Demo

Klaus-Jürgen Schäfer, damals Leiter des städtischen Instituts für Feuerwehrtechnologie, war auf einer Neonazi-Demonstration mitgelaufen. Nur Stunden nach Bekanntwerden dieses Vorfalls wurde er vom Dienst bei der Stadt freigestellt. Er ist nie wieder in den Dienst zurückgekehrt.

Seit April 2016 ist er pensioniert. Da Schäfer nur eine Geldstrafe zahlen muss, hat das Urteil keine Auswirkung auf seine Pension.

Stand: 20.06.2018, 14:15