Essen: Evonik weiter auf Sparkurs

Essen: Evonik weiter auf Sparkurs

Obwohl der Essener Spezialchemiekonzern Evonik 2017 gute Zahlen geschrieben hat, muss das Unternehmen weiter sparen. Entlassungen sind bis Ende 2021 ausgeschlossen.

"2017 war ein gutes Jahr", sagt Evonik-Vorstandschef Christian Kullmann. Mit Spezialchemie - zum Beispiel Zusätzen für Tiernahrung, Kosmetika, Medikamenten oder Lacken - machte das Unternehmen im vergangenen Jahr einen Gewinn von 2,36 Milliarden Euro. Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahr um 13 Prozent auf 14,4 Milliarden Euro.

In Essen hat der Spezialchemiekonzern am Dienstag (06.03.2018) seine Zahlen und Ziele noch einmal bekräftigt und unterstrichen, dass man trotz eines guten Geschäftsjahres 2017 weiter auf Sparkurs sei.

In Zukunft Kosten senken

Die Kosten für Vertrieb und Verwaltung sollen in den nächsten drei Jahren dauerhaft um 200 Millionen Euro gesenkt werden. Evonik hat außerdem bekannt gegeben, dass es bis Ende 2021 keine Entlassungen geben werde. Das sei in Absprache mit dem Betriebsrat so beschlossen worden.

Evonik hat weltweit 36.000 Beschäftigte - über 20.000 davon in Deutschland. Der größte Standort ist der Chemiepark Marl im Ruhrgebiet mit fast 7.000 Mitarbeitern. Der zweitgrößte ist der Chemiepark Wolfgang in Hanau bei Frankfurt. Etwa 3.500 Mitarbeiter stellen dort zum Beispiel Wirkstoffe für die Pharmaindustrie her.

Gute Prognose angekündigt

Für das laufende Geschäftsjahr kündigte Evonik-Chef Kullmann eine weitere Gewinn- und Umsatzsteigerung an. Der Konzern ist BVB-Hauptsponsor und gehört mehrheitlich der RAG-Bergbaustiftung. Das bedeutet, dass die Gewinne des Chemieriesen auch dazu dienen, die Folgekosten des Bergbaus zu bezahlen.

Stand: 06.03.2018, 10:15