Konzernumbau bei Evonik in Essen geht weiter

Konzernumbau bei Evonik in Essen geht weiter

Von Dirk Groß-Langenhoff

  • Plexiglas-Sparte für drei Milliarden Euro verkauft
  • Konzernergebnis steigt um rund 30 Prozent
  • Konzernumbau noch lange nicht beendet

Der Spezialchemiekonzern Evonik hat seine Plexiglas-Sparte für drei Milliarden Euro an einen US-Investor verkauft. Damit sei der Konzernumbau aber lange nicht abgeschlossen, sagte Vorstandschef Christian Kullmann bei der Bilanzpressekonferenz am Dienstag (05.03.2019). Er verglich den Umbau mit einem 100-Meter-Sprint. "Jetzt sind wir bei zehn Metern", so Kullmann, "wir haben noch viel vor".

In der Plexiglas-Sparte sind bundesweit 2.750 Mitarbeiter bei Evonik beschäftigt. Für sie soll aber der bis 2023 vereinbarte Kündigungsschutz gelten. Der Konzern will sich durch den Verkauf noch weiter auf die konjunkturell weitgehend unabhängige Spezialchemie ausrichten. Unterm Strich Evonik im vergangenen Jahr 932 Millionen Euro verdient, 2017 waren es 713 Millionen Euro. Der Umsatz lag 2018 bei rund 15 Milliarden Euro.

Aussichten für 2019 etwas schlechter

Für 2019 erwartet der Essener Konzern wegen der andauernden politischen Unruhen einen Umsatz und ein Ergebnis auf Vorjahresniveau oder leicht darunter.

Stand: 05.03.2019, 11:28

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