Zugausfälle in Ostwestfalen durch Eurobahn-Streik

Ein Zug der Eurobahn steht in einem Bahnhof.

Zugausfälle in Ostwestfalen durch Eurobahn-Streik

  • Zugverspätungen und Zugausfälle in Ostwestfalen
  • Streik soll am Dienstag fortgesetzt werden
  • EVG-Mitglieder stimmten für unbefristeten Arbeitskampf

Ein Streik bei der Eurobahn hat am Montag (09.12.2019) zu Zugausfällen und Verspätungen in Ostwestfalen-Lippe geführt. Auf der Strecke Bielefeld-Lemgo fielen nach Angaben des Unternehmens acht Züge aus.

Auch auf anderen Strecken - etwa von Venlo nach Hamm - sei es vereinzelt zu Zugausfällen und Verspätungen gekommen. Laut Eurobahn-Betreiber Keolis gab es bis zum späten Nachmittag insgesamt 22 Halt- und Zugausfälle. Zum Teil habe es einen Bus-Ersatzverkehr gegeben. Am Dienstag soll der Streik fortgesetzt werden.

GDL hat bereits Tarifvertrag mit Eurobahn ausgehandelt

Streikende Lokführer konnten von der Eurobahn am Montag durch Kollegen ersetzt werden, die nicht der Gewerkschaft EVG angehören, die zu den Streiks aufgerufen hatte. Ein großer Teil der Eurobahn-Mitarbeiter ist bei der Lokführergewerkschaft GDL organisiert.

Die GDL streikt nicht und hat bereits einen Tarifvertrag mit der Eurobahn ausgehandelt. Dieser sieht eine allgemeine Vergütungserhöhung von 2,2 Prozent ab dem 1. Juli 2019 und von weiteren 3 Prozent ab dem 1. Juli 2020 vor.

Kalt und unzuverlässig? Wie steht's um unseren ÖPNV?

WDR RheinBlick 06.12.2019 29:43 Min. Verfügbar bis 06.12.2020 WDR Online

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EVG Mitglieder hatten für unbefristeten Arbeitskampf gestimmt

Der Streik ist Folge der festgefahrenen Tarifverhandlungen. Die EVG fordert von Keolis unter anderem 7,5 Prozent mehr Lohn und mehr Urlaubstage. 94 Prozent der Mitglieder der EVG hatten am vergangenen Dienstag für den unbefristeten Arbeitskampf gestimmt.

"Sie streiken für Gerechtigkeit. Für uns ist es nicht akzeptabel, dass es zu einer Ungleichbehandlung der Beschäftigten kommt, weil die Geschäftsleitung einen Tarifvertrag anwendet, der die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterschiedlich bezahlt", erklärte die Bundesgeschäftsführerin der EVG, Cosima Ingenschay in einer Stellungnahme.

Zweitgrößter Anbieter im Regionalverkehr

Die Eurobahn ist nach der Deutschen Bahn der zweitgrößte Anbieter im Regionalverkehr auf der Schiene in Nordrhein-Westfalen. Sie betreibt insgesamt 15 Regionalexpress- und Regionalbahnlinien.

Stand: 09.12.2019, 17:59