Kohleausstieg: Steag will 1.000 Stellen abbauen

Steag Hafen in Herne am Rhein-Herne Kanal nach Sonnenuntergang

Kohleausstieg: Steag will 1.000 Stellen abbauen

Der Essener Stromkonzern Steag will offenbar ein Drittel seiner 3.500 Arbeitsplätze abbauen. Das hat die Geschäftsführung in einer Mitteilung bestätigt.

Der Grund für den Stellenabbau ist die anstehende Abschaltung der sechs Steinkohlekraftwerke der Steag. Drei davon befinden sich im Saarland, drei im Ruhrgebiet.

Sie stehen in Duisburg, Herne und Bergkamen. Die Belegschaft ist am Donnerstagvormittag über die Pläne informiert worden.

Neue Strategie wegen Kohleausstieg

Betriebsbedingte Kündigungen soll es nicht geben. "Wir streben einen möglichst fairen und sozialverträglichen Arbeitsplatzabbau an", so Andreas Reichel, Mitglied der Geschäftsführung. Der Stellenabbau betrifft nicht nur die Kraftwerksstandorte, sondern auch die Verwaltung.

Die Pläne zum Jobabbau sind Teil einer neuen Strategie des Konzerns. Die Steag zieht damit die Konsequenzen aus dem Kohleaustieg und verabschiedet sich von ihrem Kerngeschäft, der Steinkohle.

Während Braunkohlekraftwerke noch bis 2038 laufen können, sollen die meisten Steinkohlekraftwerke schon in den nächsten Jahren vom Netz gehen.

Fokus auf erneuerbare Energien

Wann genau die Kraftwerke der Steag ihren Betrieb einstellen, ist noch nicht bekannt.

Die Konzernverwaltung will bis Anfang 2022 darüber informieren. Der Stromerzeuger will sich zukünftig auf erneuerbare Energien konzentrieren.

Kommentar: Der Kohleausstieg ist beschlossen - und jetzt?

WDR 5 Westblick - aktuell 03.07.2020 02:43 Min. Verfügbar bis 03.07.2021 WDR 5

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Stand: 01.10.2020, 10:29