Essen will Autoverkehr weiter reduzieren

Essen will Autoverkehr weiter reduzieren

  • Essener Luftwerte verbessern sich
  • Dieselfahrverbote erstmal abgewendet
  • Autoverkehr soll trotzdem deutlich weniger werden

Die Stadt Essen kommt womöglich erstmal um Dieselfahrverbote herum. Die Deutsche Umwelthilfe hat am Dienstag (28.07.2020) mitgeteilt, dass sie mit dem Rückgang der Luftverschmutzung durch Diesel-Abgase zufrieden ist. Trotzdem hält Essen an seinem Ziel fest, den Autoverkehr zu reduzieren; sein Anteil soll um mehr als die Hälfte sinken.

Stadt hat ambitionierte Ziele

Die Essener sollen mehr mit Fahrrad, Bus, Bahn und zu Fuß unterwegs sein - so der Wunsch der Stadt. "Wir wollen bis 2032 vier mal 25 erreichen. Das bedeutet, jede Verkehrsart soll dann 25 Prozent erreichen", sagt Stadtsprecherin Silke Lenz. Das würde eine deutliche Reduzierung des Autoverkehrs bedeuten von heute 55 Prozent auf dann 25 Prozent.

Stickstoffdioxid-Grenzwerte werden vielerorts eingehalten

Die Deutsche Umwelthilfe setzt Städte mit schlechten Luftwerten unter Druck. Unter anderem mit Bochum, Essen und Düsseldorf wurden Vereinbarungen getroffen. Diese Kommunen mussten einen Aktionsplan erarbeiten, damit mehr Leute ihr Auto stehen lassen. Daraufhin wurde unter anderem in Essen eine Umweltspur eingeführt. Weitere Maßnahmen sind die Takte von Bussen und Bahnen verdichten, mehr Radwege bauen und Tempo-30-Zonen einrichten.

Stand: 28.07.2020, 17:34