37-jährige Essenerin stirbt an Masern

Hand mit Spritze an einem Oberarm

37-jährige Essenerin stirbt an Masern

  • 37-jährige Mutter verstorben
  • Bundesweit erster Todesfall in diesem Jahr
  • Frau hinterlässt drei Kinder

Eine junge Frau ist an den Folgen einer Maserninfektion gestorben. Es ist der bundesweit erste Todesfall in diesem Jahr nach einer solchen Infektion. Das hat das Gesundheitsamt Essen am Montag (22.05.2017) bekanntgegeben. Die 37-Jährige hinterlässt drei Kinder.

Uni-Klinik konnte nicht helfen

Die Frau sei trotz einer intensivmedizinischen Bezhandlung in der Uniklinik Essen "ziemlich schnell verstorben", sagte der Leiter des Essener Gesundheitsamtes, Rainer Kundt. Die Frau war offenbar nicht ausreichend gegen Masern geimpft. Denn als Kind war sie nur einmal geimpft worden, erklärte das Gesundheitsamt in Essen.

Masern häufig unterschätzt

Diejenigen, die als Kinder nur einmal geimpft wurden, seien aber nicht ausreichend geschützt. Das Gesundheitsamt Essen rät zu einer zweiten Impfung im Erwachsenenalter. Bei denjenigen, die im Erwachsenenalter geimpft werden, reiche hingegen eine einmalige Impfung aus.

Impfstatus überprüfen

Jeder sollte seinen Impfstatus überprüfen lassen, rät Marina Lorsch vom Essener Gesundheitsamt. Wichtig sei Selbstverantwortung, erklärt sie weiter. Ist kein ausreichender Impfschutz vorhanden, sei eine Impfung dringend zu empfehlen, rät das Gesundheitsamt Essen. Masern würden massiv unterschätzt.

Stand: 23.05.2017, 11:27

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