Kohleausstieg: Steag will bessere Entschädigungen

Symbolbild Kohleausstieg: Kohlekraftwerke im Sonnenaufgang

Kohleausstieg: Steag will bessere Entschädigungen

  • Steag will gegen Details des Kohleausstiegs-Gesetz vorgehen
  • Steinkohle- sei gegenüber Braunkohlebranche benachteiligt
  • Steag will bessere Entschädigungen

Der Stromkonzern Steag will gegen das Gesetz zum Kohleausstieg vorgehen. Das Essener Unternehmen hat dem WDR am Mittwoch (29.07.2020) bestätigt, dass es ein Rechtsschutzverfahren vor dem Bundesverfassungsgericht vorbereitet. Das richte sich aber nicht gegen den Kohleausstieg an sich, sondern gegen die geplanten Entschädigungen.

Steag will bessere Entschädigungen

Steag und die Betreiber von Steinkohlekraftwerken in Deutschland fühlen sich benachteiligt gegenüber der Braunkohlesparte. Für diese stünden die Entschädigungssummen schon fest. Steinkohlebetreiber hingegen sollen sich in Auktionen für Stilllegungen um eine möglichst geringe Entschädigung bewerben.

Kohleausstieg: Wie geht's weiter im Ruhrgebiet? Westpol 08.03.2020 UT DGS Verfügbar bis 08.03.2021 WDR

Über 50 Milliarden Euro für Kraftwerksbetreiber vorgesehen

In Deutschland sollen Kohlekraftwerke bis 2038 für den Klimaschutz abgeschaltet werden. Das dazugehörige Kohleausstiegsgesetz war Anfang Juli 2020 verabschiedet worden. Geplant ist, die betroffene Kohleregionen zu unterstützen und die Kraftwerksbetreiber mit über 50 Milliarden Euro zu entschädigen. An der Steag sind unter anderem die Stadtwerke aus Bochum, Essen und Oberhausen beteiligt.

Stand: 29.07.2020, 18:30