Der ausgebrannte Wohnkomplex im hellen und ein ausgebranntes Auto

Nach Brand in Essen: Viele Menschen wollen helfen

Stand: 21.02.2022, 16:30 Uhr

Nach dem Großbrand in einem Wohnkomplex in der Essener Innenstadt melden sich immer mehr Menschen und wollen helfen. Das sind die wichtigsten Informationen über Spendenmöglichkeiten.

Schon kurze Zeit nach dem Brand in Essen klingelten bei der Ehrenamt Agentur Essen e.V. die Telefone. "Die Solidarität ist immens. Privatleute und auch Unternehmen fragen uns hier, wie sie am besten helfen können", berichtet Agentur-Sprecher Hendrik Rathmann.

"Allerdings helfen Sachspenden in diesem Moment nicht wirklich, wenn die Menschen erst mal noch mit dem Schock umgehen müssen, dass sie alles verloren haben", sagt Rathmann. In der ersten Not seien vor allem finanzielle Spenden eine Hilfe. Diese Erfahrung habe man auch direkt nach der Hochwasserkatastrophe im vergangenen Sommer gemacht.

Spendenkonto für Betroffene des Großbrands

Deshalb verweisen die Ehrenamtler auf das Spendenkonto des Caritasverbands Essen, das für die Stadt Essen eingerichtet wurde.
IBAN: DE09360602950069960057
BIC: GENODED1BBE - Bank im Bistum
Stichwort: Großbrand Essen

Spenden an den Caritasverband sind außerdem auch per Paypal an spenden@cse.ruhr möglich.

Angebote von Sachspenden

Auch beim WDR bieten Menschen Sachspenden an. Darunter zum Beispiel Mikrowellen, Kleidung oder ein Auto für Einkäufe. "Ich helfe gerne. Essen hält zusammen!", schreibt Userin Jenny unter ihren Facebook-Eintrag. Aber auch von der Stadt heißt es, dass Sachspenden im Moment nicht angenommen werden können. Denn derzeit sei noch gar nicht absehbar, was benötigt wird.

Das könnte sich in den kommenden Wochen allerdings vielleicht noch ändern, glaubt Hendrik Rathmann von der Ehrenamt Agentur Essen. Sollte sich herausstellen, dass Betroffene konkrete Sachspenden tatsächlich gebrauchen können, werde man entsprechende Anfragen und Angebote gerne weiterleiten.

Unterkünfte werden nicht mehr benötigt

Unmittelbar nach dem Brand hatte die Stadt Essen auch noch den Hinweis veröffentlicht, dass sich Anbieter von Unterkünften gerne melden könnten. Inzwischen heißt es aber, dass alle 128 Betroffenen untergebracht werden können.

Der Vermieter Vivawest habe angekündigt, die Mieterinnen und Mieter kurzfristig in einem Hotel und anschließend in Wohnungen der Vivawest beziehungsweise anderer Wohnungsbaugesellschaften unterzubringen.

Großbrand in Essener Innenstadt

Rund 100 Menschen haben bei dem Feuer alles verloren. Die Feuerwehr war die ganze Nacht im Einsatz, um die lichterlohen Flammen zu löschen. Der Wohnkomplex ist vollständig ausgebrannt.

Der Wohnkomplex steht lichterloh in Flammen

Das Feuer brach in der Nacht zu Montag aus. Alle Etagen standen lichterloh in Flammen.

Das Feuer brach in der Nacht zu Montag aus. Alle Etagen standen lichterloh in Flammen.

Rund 150 Einsatzkräfte kämpften gegen das Feuer.

Für die Feuerwehr war es einer der größten Einsätze in Essen der letzten Jahre.

Die Bewohner konnten sich rechtzeitig retten. Viele von ihnen sind vorerst im Audimax der nahegelegenen Universität untergekommen.

Anwohner beschreiben die Situation vor Ort "wie in der Hölle" und als "Endzeitstimmung".

39 Wohnungen sind unbewohnbar. Rund 100 Menschen haben alles verloren.

Mit Tagesanbruch wird das Ausmaß des Feuers sichtbar.

Die Löscharbeiten daueren auch nach acht Stunden weiter an.

Die Stadt Essen hat ein Spendenkonto für die Betroffenen eingerichtet.

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