Nach Bauskandal: Duisburgs Küppersmühle in neuem Glanz

Außenansicht des Museum Küppersmühle in Duisburg inklusive des Erweiterungsbaus

Nach Bauskandal: Duisburgs Küppersmühle in neuem Glanz

Seit Donnerstag ist das Museum Küppersmühle in Duisburg um einen Bau erweitert. Die Ausstellungsfläche wächst damit auf über 6.000 Quadratmeter.

Durch den Erweiterungsbau, der direkt an das zentrale Gebäude anschließt, vergrößert sich die Ausstellungsfläche des Museums Küppersmühle für Moderne Kunst (MKM) um 2.500 auf insgesamt 6.100 Quadratmeter.

MKM wurde 1999 komplett umgebaut

Entworfen wurde der Erweiterungsbau von den Schweizer Architekten von Herzog & de Meuron, die die Küppersmühle bereits 1999 vollständig umgebaut haben. Das Museum mit der denkmalgeschützten Backsteinfassade war im 19. Jahrhundert ein Getreidespeicher.

Werk "Tokyo" von Andreas Gursky 2017: Fotografie ein urbanen Stadtlandschaft, im Vordergrund kleinere Häuser im Hintergrund Hochhäuser.

Werk "Tokyo" von Andreas Gursky 2017.

Mit der Erweiterung wird das Museum Küppersmühle nach eigenen Angaben zu einem der bedeutendsten Museen deutscher Gegenwartskunst ab 1945. Bis zum 30. Januar 2022 sind außerdem rund 60 Werke des Fotografen Andreas Gursky im MKM zu sehen.

Erster Anbauversuch war 2011 gescheitert

Der Erweiterungsbau wird zehn Jahre nach einem der größtem Bauskandale der Stadtgeschichte eröffnet. Der erste Versuch war wegen Pfusch am Bau gescheitert. Ursprünglich war ein riesiger Kubus aus Glas als Spitze des Gebäudes geplant. 2011 wurde der Bau aber wegen fehlerhafter Schweißnähte gestoppt – das Stahlgerippe war schrottreif.

Für die Duisburger Stadttochter GEBAG als Bauherrin wurde das Ganze zum Millionengrab, auch wenn mehrere Vorstände zu Schadenersatz verurteilt wurden. Der neue Museumsanbau wurde privat von einer Stiftung finanziert.

Andreas Gursky in der Küppersmühle

WDR 5 Scala - aktuelle Kultur 13.09.2021 07:42 Min. Verfügbar bis 13.09.2022 WDR 5


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Stand: 23.09.2021, 12:01