Erster Ewigkeitsbrunnen als Bestattung in Hagen

In der Mitte steht ein Brunnen umrahmt von vier großen Säulen.

Erster Ewigkeitsbrunnen als Bestattung in Hagen

  • Gemeinschaftsgrab für bis zu 500 Urnen
  • Deutschlandweit einzigartiges Bestattungskonzept
  • Erfinder kommt aus Wetter

Der deutschlandweit erste Ewigkeitsbrunnen wurde am Dienstag (04.06.2019) in Hagen-Delstern auf einem Friedhof eröffnet. In dem Gemeinschaftsgrab können bis zu 500 Urnen beigesetzt werden. Erfinder dieser neuen Bestattungsform ist der Steinbildhauer Tim Vincent aus Wetter.

Neue Form des Gemeinschaftsgrabes

Bei einer Beisetzung wird der Brunnendeckel geöffnet und die Urne über einen Kurbelmechanismus hinabgelassen. Am Boden des Brunnenschachtes zerfällt der Behälter mit der Zeit. Die Namen der Verstorbenen werden in diesem Gemeinschaftsgrab in Steinsäulen eingehauen.

Trend zu Alternativen Grabformen

Mit dem Ewigkeitsbrunnen will der Wirtschaftsbetrieb Hagen (WBH) dem Trend zu Urnenbestattungen gerecht werden. Auch deshalb wurde die neue Anlage unterhalb des städtischen Krematoriums errichtet.

Aus dem Alltag eines jungen Bestatters

WDR 5 Neugier genügt - das Feature 15.01.2019 17:51 Min. Verfügbar bis 15.01.2020 WDR 5

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In dem denkmalgeschützten Gebäude fanden 1911 die ersten Feuerbestattungen Preußens statt. Heutzutage scheuen viele Angehörige eine aufwendige Grabpflege. Auch anonyme oder alternative Bestattungen nehmen zu. Die Ruhezeiten von Erd- oder Urnengräbern liegen zwischen zehn und 30 Jahren.

Ewigkeitsbrunnen als Ort für die Erinnerung

Steinbildhauer Tim Vincent steht vor dem Ewigkeitsbrunnen

Steinbildhauer Tim Vincent vor dem Ewigkeitsbrunnen

Mit seiner Idee wollte Steinbildhauer Tim Vincent auch einen Platz gegen das Vergessen schaffen: "Ich glaube, wir brauchen solche Erinnerungsorte, um Tod und Verlust verarbeiten zu können." 

Stand: 04.06.2019, 08:20

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