Positive Bilanz zu Müll-Projekt in Bottrop

Bürger müssen ihren Müll in sechs verschiedenfarbige Säcke sortieren.

Positive Bilanz zu Müll-Projekt in Bottrop

  • Pilotphase für Müll-Projekt in Bottrop beendet
  • Projektleiter zieht positive Bilanz
  • Wichtige Schritte für Abfallwirschaft der Zukunft

In Bottrop gibt es erste Ergebnisse nach einer Pilotphase zu einer neuen Art der Mülltrennung. Gemeinsam mit der Westfälischen Hochschule hatte die Bottroper Entsorgung und Stadtreinigung getestet, ob das neue Sammelsystem bürgernah, umweltschonend und rohstoffsparend ist.

Bei dem Projekt "Find it - Use it" hatten 550 Haushalte ihren Abfall von April bis Ende Juni nicht mehr in farbige Spezialtonnen, sondern in eine Tonne in verschiedenfarbige Säcke sortiert. Außerdem wurden volle Tonnen automatisch oder individuell per Smartphone an den Entsorger gemeldet.

Wie klappt es mit der Biotonne?

WDR 5 Quarks - Topthemen aus der Wissenschaft 06.07.2018 02:41 Min. WDR 5

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Bessere Trennung und gezieltere Abholung

Ein Ziel sei es, besser getrennten Müll zu bekommen, um ihn weiterzuverarbeiten, so Ralf Holzhauer, Projektleiter und Professor an der Westfälischen Hochschule. Außerdem erwarte sich die Bottroper Entsorgung und Stadtreinigung eine gezieltere Abholung und dadurch auch weniger Umweltbelastung.

Insgesamt zieht Holzhauer positive Bilanz: "Wir haben es geschafft, 75 Prozent der Bürger digital an die Abfallwirtschaft anzubinden. Volle Tonnen wurden gemeldet. Der Bioabfall geht zurück zur Energiegewinnung und wird dem Acker wieder zugeführt. Das sind Schritte für eine digitale Abfallwirtschaft der Zukunft."

Von Seiten der Bürger habe es jedoch auch Beschwerden gegeben, so Holzhauer. Die Tonnen seien nicht rechtzeitig abgeholt oder die Trennung sei zu mühsam gewesen, so die Kritik. Endgültige Ergebnisse des Tests gebe es erst in ein paar Wochen.

Stand: 16.07.2018, 11:18

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