Bochumer Polizisten schweigen zu tödlichem Schuss

Polizeiabsperrung nach Schuss auf Bochumer Friedhof

Bochumer Polizisten schweigen zu tödlichem Schuss

  • Weiterhin unklar wer auf Rentner geschossen hat
  • LKA-Gutachten soll Munition zuordnen
  • Schuss auf bewaffneten Rentner fiel im April

Drei Monate nach dem tödlichen Schuss auf einen Rentner in Bochum ist noch unklar, welcher Polizist geschossen hat. Die mutmaßlichen Schützen schweigen bislang zu dem Vorfall. Ein Gutachten des Landeskriminalamtes soll nun bei der Aufklärung helfen.

Projektil auf Friedhof gefunden

Wie die Staatsanwaltschaft Bochum dem WDR am Montag (15.07.2019) mitteilte, wurde nach langer Suche ein Projektil auf dem Friedhof gefunden, auf dem die tödlichen Schüsse fielen. Ein ballistisches Gutachten des LKA soll zeigen, aus welcher Waffe die Munition stammt.

Gutachten kann dauern

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft kämen zwei der Polizisten, die zum Zeitpunkt des Vorfalls vor Ort waren, in Frage. Bis das Gutachten fertig ist, kann es allerdings noch bis Ende August dauern.

Der 77-jährige Rentner war Gründonnerstag (18.04.2019) bewaffnet auf dem Friedhof unterwegs gewesen. Er hatte eine Jadgerlaubnis. Als er auf die Polizeibeamten traf, soll es zu einer bedrohlichen Situation gekommen sein, woraufhin auf ihn geschossen wurde. Der Mann verstarb zwei Tage später.

Stand: 15.07.2019, 15:37