Anschlag an Silvester: Beschuldigter wollte nicht töten

Eine Statue der Justitia hält eine Waage in ihrer Hand

Anschlag an Silvester: Beschuldigter wollte nicht töten

  • 14 Menschen bei Anschlagsfahrten verletzt
  • Beschuldigter leidet unter Wahnvorstellungen
  • Erster Prozess musste abgebrochen werden

Im Prozess um die Anschlagsfahrten in Bottrop und Essen in der vergangenen Silvesternacht hat der 50-jährige Beschuldigte ausgesagt. Er räumte am Dienstag (22.10.2019) vor dem Essener Landgericht ein, mit seinem Auto auf Menschengruppen zugefahren zu sein. Er habe jedoch nicht bewusst Passanten töten wollen.

Eine Dreiviertelstunde lang soll der 50 Jahre alte Mann in der Silvesternacht (01.01.2019) für Angst und Schrecken gesorgt haben. Dabei wurden 14 Menschen verletzt, eine Frau sogar lebensgefährlich. Die meisten Opfer waren aus Afghanistan und Syrien.

Angeklagter leidet unter Wahnvorstellungen

Amokfahrt in Bottrop Aktuelle Stunde 01.01.2019 08:42 Min. Verfügbar bis 01.01.2020 WDR

Die Staatsanwältin ist sicher, dass der Fahrer gezielt Ausländer töten wollte. Im Prozess stritt der 50-jährige Mann ab, aus fremdenfeindlichen Motiven gehandelt zu haben.

Auslöser waren offenbar krankhafte Wahnvorstellungen. Laut Gutachten ist der Mann schuldunfähig. Er ist zurzeit in einer psychiatrischen Einrichtung untergebracht. Ein erster Prozess musste im Juli nach dem plötzlichen Tod einer Richterin abgebrochen werden.

Stand: 22.10.2019, 13:59

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