Ermittlungsverfahren gegen Essener Transplantationsarzt eingestellt

Der Haupteingang des Universitätsklinikums Essen.

Ermittlungsverfahren gegen Essener Transplantationsarzt eingestellt

  • Ermittlungsverfahren gegen Mediziner eingestellt
  • Vorwurf: Verstoß gegen Transplantationsgesetz
  • Patientenakten wurden nicht nach Vorschrift geführt
  • Arzt zahlte Geldauflage in Höhe von 50.000 Euro

Das Ermittlungsverfahren gegen den Direktor der Transplantationschirurgie am Universitätsklinikum Essen ist eingestellt worden. Das teilte die Staatsanwaltschaft Essen am Mittwochmittag (08.05.2019) mit. Zuvor hatte der Beschuldigte eine Geldauflage in Höhe von 50.000 Euro an die Landeskasse gezahlt.

Der Transplantationsmediziner war im September 2018 verhaftet worden. Ihm war vorgeworfen worden, an sechs Patienten medizinisch nicht nötige Lebertransplantationen vorgenommen zu haben. Eine der Transplantationen sollte zum Tod eines Patienten geführt haben.

Patientenakten nicht nach Vorschrift geführt

Ihm konnte jedoch nicht ausreichend nachgewiesen werden, Patienten bewusst geschädigt zu haben. Daher war der Haftbefehl kurz darauf unter Auflagen außer Vollzug gesetzt worden.

Es bestand jedoch weiterhin der Verdacht, dass der Arzt gegen die Dokumentations- und Meldepflichten nach dem Transplantationsgesetz verstoßen habe. In neun Fällen soll der Mediziner Patientenakten nicht vorschriftsmäßig geführt haben. Deshalb musste der Mediziner 50.000 Euro an die Landeskasse zahlen.

Stand: 08.05.2019, 15:40

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