Essener Ermittler untersuchen Anstieg der Fahrradunfälle

Essener Ermittler untersuchen Anstieg der Fahrradunfälle

  • Zahl der Fahrradunfälle um rund 35 Prozent gestiegen
  • Neue Ermittlungsgruppe soll Gründe herausfinden
  • Jedes Unfallprotokoll wird noch einmal geprüft

Eine neue Ermittlungsgruppe der Polizei Essen beschäftigt sich jetzt mit der Ursache der erhöhten Anzahl von Fahrradunfällen in Essen und Mülheim. In dieser Woche (28.01.2019) haben die Ermittler die Arbeit aufgenommen. Im Jahr 2018 war die Zahl der Unfälle um rund 35 Prozent gestiegen.

Rund 480 Radfahrer waren im vergangenen Jahr in Essen und Mülheim verunglückt. Die Ermittler wollen jetzt jedes einzelne Unfallprotokoll noch einmal prüfen.

Was sind die Gründe für die Unfälle?

Geklärt werden soll zum Beispiel, ob die Unfälle auf Straßen ohne eigene Radwege passierten, ob die Unfallzahlen in der Dunkelheit zunahmen oder ob helle Kleidung oder ein Helm getragen wurden. Außerdem will die Polizei herausfinden, ob es Alleinunfälle oder Zusammenstöße mit Autos gab.

ADFC fordert Konsequenzen

Der ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club) begrüßt die neu eingerichtete Ermittlungsgruppe, fordert aber gleichzeitig auch, dass Konsequenzen aus der erhöhten Anzahl von Unfällen gezogen wird. Er fordert zum Beispiel deutlich mehr Radtrassen, aber auch, dass verstärkt gegen Falschparker auf Radwegen vorgegangen wird.

Mit ersten Ergebnissen der Ermittlungsgruppe wird schon in einigen Wochen gerechnet.

Stand: 29.01.2019, 15:55

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