Haftbefehl gegen Transplantationsarzt aufgehoben

Haftbefehl gegen Transplantationsarzt aufgehoben

  • Haftbefehl nach Gutachten aufgehoben
  • Weitere Ermittlungen gegen Transplantationsarzt
  • Mediziner soll gegen Pflichten verstoßen haben

Im Fall der mutmaßlichen Verstöße gegen das Transplantationsgesetz an der Essener Uniklinik ist der Haftbefehl gegen einen Klinikdirektor aufgehoben worden. Das teilte die Staatsanwaltschaft am Montag (28.01.2019) mit.

Auf der Grundlage eines Gutachtens wird gegen ihn nun nicht mehr wegen des Verdachts des Totschlags und der gefährlichen Körperverletzung ermittelt. Der Mann sollte dafür verantwortlich sein, dass an sechs Patienten mutmaßlich medizinisch nicht nötige Lebertransplantationen vorgenommen wurden.

Haftbefehl war im vergangenen September erlassen worden

Eine dieser Transplantationen soll zum Tode des Patienten geführt haben. Der Mediziner war Anfang September verhaftet worden. Der Haftbefehl war einige Tage später unter Auflagen außer Vollzug gesetzt worden.

Die Staatsanwaltschaft hält den Mediziner allerdings weiterhin für verdächtig, gegen Dokumentations- und Mitteilungspflichten nach dem Transplantationsgesetz verstoßen zu haben.

Stand: 28.01.2019, 19:54

Weitere Themen