Pfleger unter Mordverdacht: Staatsanwaltschaft stellte zwei Ermittlungen ein

Eingangstür zur Duisburger Staatanwaltschaft

Pfleger unter Mordverdacht: Staatsanwaltschaft stellte zwei Ermittlungen ein

  • Staatsanwaltschaft Duisburg stellte gleich zwei Ermittlungen zu Hilfspfleger ein
  • Der Tatverdächtige soll einen 87-Jährigen in Bayern mit Insulin getötet haben
  • Einstellung früherer Ermittlungen unter anderem in Mülheim auf dem Prüfstand

Bei einem unter Mordverdacht stehenden Hilfspfleger gerät die Rolle der Staatsanwaltschaft Duisburg in den Fokus. Wie die Staatsanwaltschaft München am Donnerstag (08.03.2018) mitteilte, wurde neben Mordermittlungen zu einem Fall in Mülheim/Ruhr auch ein Körperverletzungs-Verdacht in Weilheim (Bayern) beiseite gelegt. Dieser Fall war nach Duisburg abgegeben worden, weil der Mülheimer Vorgang zeitlich früher gelegen hatte.

Behördenleiter prüft

Bei der Duisburger Staatsanwaltschaft wird nun überprüft, ob das Vorgehen sachgerecht war. Die Duisburger Behördenleitung habe die Prüfung übernommen, sagte ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft in Düsseldorf.

Die Ermittlungen gegen den Hilfspfleger aus Polen wurden jetzt in München neu aufgenommen, weil er einen 87-Jährigen in Bayern mit Insulin getötet haben soll.

Unterdessen gingen zum Fall des Hilfspflegers bisher 35 Hinweise aus der Bevölkerung ein. Ermittelt wird in NRW auch im Märkischen Kreis, in Bonn und offenbar auch im Großraum Düsseldorf. In Mülheim war ein Mann, den der 36 Jahre alte Tatverdächtige gepflegt hatte, im vergangenen Mai mit Unterzuckerung ins Krankenhaus gekommen. Zwei Monate später starb er.

Stand: 08.03.2018, 19:00