Schuss in Hamm: Ermittlungen gegen Polizisten werden eingestellt

Polizist mit weißem Handschuh sichert Blutspuren

Schuss in Hamm: Ermittlungen gegen Polizisten werden eingestellt

  • Polizist schießt auf Messerstecher
  • Ermittlungen gegen Polizisten werden eingestellt
  • Ermittlungen gegen Messerstecher laufen

Die Ermittlungen gegen einen Polizisten in Hamm werden laut Staatsanwaltschaft eingestellt. Er hatte am Freitag (06.09.2019) mit einem Schuss einen 40-jährigen Mann zunächst lebensgefährlich verletzt.

Angeschossener hatte Jugendlichen attackiert

Vorausgegangen war ein heftiger Streit in der Hammer Innenstadt, bei dem der 40-Jährige von drei jungen Männern attackiert wurde. Als die Polizei eintraf und der Mann bereits ärztlich versorgt wurde, rannte dieser mit einem Messer auf einen der jungen Männer zu und verletzte den 16-Jährigen lebensgefährlich.

Einer der Polizisten griff daraufhin mit seiner Schusswaffe ein und verletzte den Mann lebensgefährlich. Sowohl der 40-Jährige als auch der 16-Jährige sind inzwischen außer Lebensgefahr.

Ermittlungen gegen Messerstecher laufen

Gegen den 40-Jährigen wird jetzt wegen versuchten heimtückischen Mordes ermittelt, weil der Jugendliche bereits von den Polizisten gefesselt war, als er ihn mit dem Messer attackierte. Die Staatsanwaltschaft wird Untersuchungshaft für den 40-Jährigen beantragen. Momentan liegt er noch mit schweren Verletzungen im Krankenhaus.

Ermittlungen gegen Polizisten eingestellt

Die Staatsanwaltschaft nahm am Montag (09.09.2019) zunächst routinemäßig die Ermittlungen auf. Noch im Laufe des Tages kam sie zu dem Schluss, dass der Schuss wohl verhältnismäßig war. Der Polizist habe nach jetzigem Stand aus Nothilfe gehandelt, so die Staatsanwaltschaft.

Untersuchung vorgeschrieben

Die Gewerkschaft der Polizei bestätigt, dass eine solche Untersuchung nach jedem Gebrauch der Dienstwaffe vorgeschrieben ist. Unklar ist immer noch, warum der Streit zwischen den Jugendlichen und dem Mann so eskaliert ist.

Stand: 09.09.2019, 16:41

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