Gelsenkirchen: Ermittlungen nach Hassmails dauern an

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Gelsenkirchen: Ermittlungen nach Hassmails dauern an

  • Staatsanwaltschaft will Hassmail-Schreiber ermitteln
  • Beschimpfungen und Bedrohungen gegen Verwaltungsrichter
  • Hintergrund: Abschiebestopp für Sami A.

Die Staatsanwaltschaft Essen ermittelt immer noch, wer die Hassmails an das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen gesendet hat. Dort waren im Juli zahlreiche Beschimpfungen und Bedrohungen an die Richter eingegangen.

400 Hassmails an die Verwaltungsrichter

Hintergrund der Hassmails war, dass die Richter entschieden hatten, der islamistische Gefährder Sami A. hätte nicht abgeschoben werden dürfen. Sie wurden deshalb in den Mails als "Sesselfurzer" oder "Idiot" beschimpft, es gab rechtsradikale Äußerungen bis hin zu Morddrohungen.

Die Ermittler versuchen immer noch herauszufinden, wer hinter den Mails steckt. Das sei im Netz generell schwierig, erklärt die Staatsanwaltschaft. 400 Hassmails waren beim Gericht eingegangen, etwa 30 sind strafrechtlich relevant.

Stand: 26.10.2018, 08:20

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