Polizeihund beißt zu: Ermittlungen gegen Hundeführer

Hundeführer der Polizei mit Polizeihund an der Leine

Polizeihund beißt zu: Ermittlungen gegen Hundeführer

Ein 15-jähriger Junge aus Essen war im November irrtümlich von einem Polizeihund gebissen und schwer verletzt worden. Die Staatsanwaltschaft ermittelt nun gegen den Hundeführer.

Der Hundeführer hatte den 15-Jährigen fälschlicherweise für einen Räuber gehalten. Die Polizei war an diesem Tag nämlich auf der Suche nach Jugendlichen gewesen, die einem anderen Jungen ein Portemonnaie geklaut hatten.

Angst wegen Verstoß gegen Corona-Verordnung

Der 15-Jährige war vor der Polizei weggerannt, weil er verbotenerweise mit zwei Freunden zusammengestanden und sich vor einem Bußgeld gefürchtet hatte. Der Hundeführer wollte den Jungen daraufhin stoppen und ließ dafür den Hund von der Leine.

Haut musste transplantiert werden

Das Tier stoppte den Jungen mit einem Biss in den Unterarm. Danach konnte der Junge mehrere Finger nicht mehr bewegen und musste sich einer Hauttransplantation unterziehen. Einem Bericht des Innenausschusses des Landtags zufolge geht es ihm mittlerweile wieder besser.

Die Staatsanwaltschaft Essen bestätigte nun, dass gegen den Hundeführer ein Verfahren eingeleitet worden ist. Dieses befindet sich laut einer Sprecherin aber noch ganz am Anfang.

Stand: 14.01.2021, 17:22

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