Ermittlungen gegen Gelsenkirchener Kinderklinik eingestellt

Kinderklinik Gelsenkirchen

Ermittlungen gegen Gelsenkirchener Kinderklinik eingestellt

  • Kritik an Gelsenkirchener Kinderklinik wegen "Elternschule"
  • Ermittlungen der Staatsanwaltschaft eingestellt
  • Gezeigte Methoden seien keine Straftaten

Die Staatsanwaltschaft Essen hat die Ermittlungen gegen die Kinder- und Jugendklinik Gelsenkirchen eingestellt. Das gab sie am Freitag (16.11.2018) bekannt. Es geht um die Filmdokumentation "Elternschule". "In dem Film ist nichts zu sehen, was als Straftat zu werten wäre", sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft.

Auch ein unangekündigter Besuch der Bezirksregierung Münster hätte keinen Anlass für Ermittlungen ergeben. Die Staatsanwaltschaft hatte wegen möglicher Freiheitsentziehung und Gewalt gegen die Kinder ermittelt.

Die Klinik ist mit dem Ergebnis der Untersuchung zufrieden: "Die Anzeige war ohne Substanz und völlig ungerechtfertigt. Es ist keinerlei strafwürdige Handlung erkennbar", sagt Geschäftsführer Werner Neugebauer. "Unsere Klinik arbeitetet völlig gewaltfrei und auf der Basis von anerkannten wissenschaftlichen Leitlinien."

Fachverbände hatten Methoden kritisiert

Hintergrund ist die zweistündige Dokumentation "Elternschule", die Anfang Oktober erschienen ist. Sie zeigt die Behandlung von psychosomatisch erkrankten Kindern, die an Ess- und Schlafstörungen leiden. Einige Fachverbände und Ärzte hatten die im Film gezeigten Methoden kritisiert.

Außerdem waren bei der Staatsanwaltschaft mehrere Strafanzeigen eingegangen. Die Klinik argumentierte hingegen stets, es werde keine Gewalt angewendet und die Methoden würden dem aktuellen Forschungsstand entsprechen.

Stand: 16.11.2018, 12:00

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