Schuss auf Bochumer Friedhof: Verfahrenseinstellung bestätigt

Emblem der Polizei NRW auf einem Schild

Schuss auf Bochumer Friedhof: Verfahrenseinstellung bestätigt

  • Generalstaatsanwaltschaft bestätigt Einstellung des Verfahrens
  • Begründung: Beamte hätten von Angriff ausgehen müssen
  • Angehörige hatten Beschwerde eingelegt

Die Generalstaatsanwaltschaft Hamm hat am Donnerstag (02.07.2020) die Entscheidung, die Emittlungen gegen Bochumer Polizisten einzustellen, bestätigt. Die Beamten hätten davon ausgehen müssen, in einer Notsituation zu sein, als sie auf den bewaffneten Rentner trafen.

Bewaffneter Renter starb an Schussverletzung

Der Vorfall hatte für viel Aufsehen gesorgt: Am 18.04.2019 war die Polizei Bochum auf einen Friedhof gerufen worden, weil dort ein Mann mit einem Gewehr rumlief. Auch nach Aufforderungen soll dieser die Waffe nicht gesenkt, sondern den Lauf angehoben haben. Deswegen feuerten die Polizisten auf ihn. Ein Polizist traf den Rentner, der Tage später an seinen Verletzungen starb. Im Laufe der Ermittlungen stellte sich heraus, dass der Mann eine Jagderlaubnis hatte.

Aufwändige Ermittlungen

Die Polizei Essen hatte aus Neutralität die Ermittlungen übernommen. Lange war zum Beispiel unklar, welcher der Beamten den tödlichen Schuss abgefeuert hatte. Nach Zeugenbefragungen, einer langen Beweiseaufnahme und dem Fund der abgefeuerten Kugel wurde das Verfahren aber dann doch eingestellt. Dagegen hatten die Angehörigen des getöteten Renters Beschwerde eingelegt. Sie können jetzt noch vor das Oberlandesgericht Hamm ziehen.

Stand: 02.07.2020, 17:42