Zweifel an Ermittlungen nach Tod von Adel B.

Polizei Essen schießt auf bewaffneten Mann

Zweifel an Ermittlungen nach Tod von Adel B.

  • Bewaffneter Mann bei Polizeieinsatz im Juni erschossen
  • Essener Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen eingestellt
  • Anwalt vermutet Fehler in Ermittlungen

Die Mutter des im Juni durch einen Schuss getöteten Adel B. will gegen die Entscheidung der Essener Staatsanwaltschaft vorgehen. Die Ermittler hatten am Mittwoch (18.09.2019) das Verfahren gegen den Polizisten eingestellt, der in Essen-Altendorf den tödlichen Schuss abgegeben haben soll.

Der Anwalt der Mutter vermutet, dass die Staatsanwaltschaft falsch ermittelt hat. Seiner Ansicht nach, stand der Polizist an anderer Stelle, dies könnte möglicherweise Auswirkungen auf den Vorfall haben. Er beruft sich dabei auf den vergrößerten Ausschnitt eines Videos, das die Polizei vor dem Haus zeigt, in dem Adel B. erschossen wurde.

Staatsanwaltschaft geht von Notwehr aus

Bei dem Einsatz im Juni hatte der 32-Jährige zunächst gedroht, sich selbst zu töten. Dann verschanzte er sich hinter der Haustür und sprach davon, den Kindern seiner Lebensgefährtin etwas anzutun. Als er ein Messer gegen eine Polizistin gerichtet haben soll, fiel der tödliche Schuss.

Die Essener Staatsanwaltschaft hatte die Einstellung der Ermittlungen mit einer Notwehrsituation begründet. Nun muss die Generalstaatsanwaltschaft in Hamm entscheiden, ob das Verfahren wieder aufgenommen wird.

Polizei Essen erschießt bewaffneten Mann

00:26 Min. Verfügbar bis 18.06.2020

Stand: 20.09.2019, 09:48

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