Kaum Beanstandungen bei Apothekenkontrollen

Eine Apothekerin nimmt Medikamente aus einem Regal

Kaum Beanstandungen bei Apothekenkontrollen

  • 123 Proben kontrolliert
  • Nur eine Probe enthielt etwas zu wenig Wirkstoff
  • Ministerium bemängelt aber schlechte Dokumentation

Die Gesundheitsämter der NRW-Städte haben in den vergangenen Wochen alle 116 Apotheken unangemeldet kontrolliert, die Krebsmedikamente herstellen. Das Vorgehen war eine Konsequenz aus dem Bottroper Apothekerskandal, bei dem ein Apotheker tausende individuell hergestellte Mittel gestreckt hatte.

Ergebnisse sind beruhigend

Nur eine von 123 Proben enthielt etwas zu wenig Wirkstoff. Allerdings fiel bei der landesweiten Untersuchung auf, dass die schriftliche Dokumentation der Herstellung häufig fehlerhaft war und nachgebessert werden musste.

Die Bottroper Krebsberatung des Paritätischen Wohlfahrtsverbands sieht in dem Ergebnis einen ersten Schritt, damit Krebspatienten wieder Vertrauen ins Gesundheitssystem entwickeln. Sie fordern aber bundesweite Standards zur Apothekenkontrolle und wollen das in der kommenden Woche bei einem Besuch von Bundestagsabgeordneten deutlich machen.

Stand: 10.08.2018, 11:43