Erster Belastungstest für A43 abgeschlossen

Belastungstest auf maroder A43-Brücke

Erster Belastungstest für A43 abgeschlossen

Von Olaf Biernat

Seit vier Wochen ist die marode A43-Brücke bei Herne für Lkw gesperrt. Am Wochenende wurde zum ersten Mal getestet, ob die Brücke noch ausreichend Gewicht aushält.

Wochenlang wurde der große Belastungstest für die A43-Brücke über den Rhein-Herne-Kanal vorbereitet. 80 Sensoren wurden dafür an dem Bauwerk angebracht. Am Wochenende war es dann so weit: vier große Lkw, alle beladen mit Kies, wurden auf die Fahrbahn gebracht. Zusammen haben sie ein Gewicht von mehr als 120 Tonnen.

Bedenkliche Risse im Bauwerk

Die Lkw wurden nach und nach in verschiedene Positionen gefahren, die Sensoren unterhalb der Brücke haben Daten wie Spannung und Temperatur gemessen.

Experten hatten vor mehr als vier Wochen bedenkliche Risse in dem Bauwerk festgestellt und daraufhin die Brücke für den Lkw-Verkehr ab 3,5 Tonnen gesperrt. Nun müssen die Daten zeigen, ob die Brücke in den nächsten Jahren noch dem Autoverkehr standhält.

Ergebnisse liegen erst Ende Juni vor

Am kommenden Pfingstwochenende wird noch ein zweiter Belastungstest durchgeführt, dafür wird der Abschnitt der A43 zwischen den Kreuzen Herne und Recklinghausen erneut gesperrt. Danach werden die Daten mit einem komplizierten Berechnungsverfahren analysiert.

Ende Juni soll dann feststehen, ob die A43 auch für Autos gesperrt wird. Die Strecke zählt mit mehr als 100.000 Fahrzeugen am Tag zu den meist befahrenen im Ruhrgebiet. Sollte es zur kompletten Sperrung kommen, dürfte das ein Verkehrschaos auslösen. Denn der Verkehr müsste innerstädtisch über Herne und Recklinghausen geführt werden.

Stand: 17.05.2021, 10:42