Eon-Hauptversammlung: Zuversicht beim Innogy-Deal

Eon-Hauptversammlung: Zuversicht beim Innogy-Deal

  • Eon-Aktionäre treffen sich
  • Zentrales Thema: Innogy-Übernahme
  • Eon-Chef: "kommen gut voran"

Der Energieversorger Eon kommt nach Angaben von Vorstandschef Johannes Teyssen bei der Vorbereitung der Innogy-Übernahme durch RWE "gut voran". Das sagte Teyssen am Dienstag (14.05.2019) im Rahmen der Hauptversammlung von Eon in Essen: "Wir haben inzwischen eine ganze Reihe von Entscheidungen zur künftigen Struktur vorbereitet."

Genehmigung in der zweiten Jahreshälfte erwartet

Man habe bereits mit der Auswahl der künftigen Führungsmannschaft begonnen. Teyssen betonte gegenüber den Eon-Aktionären, dass man bei der Übernahme voll im Zeitplan liege: "Wir sind zuversichtlich, dass wir die erforderlichen Genehmigungen in der zweiten Jahreshälfte erhalten werden."

Der Eon-Vorstandsvorsitzende Johannes Teyssen

Eon-Vorstandschef Johannes Teyssen

Der Kauf der Netze und des Kundengeschäfts des bisherigen Konkurrenten RWE wird derzeit intensiv von der EU-Kommission geprüft. Die Kommission hatte allerdings im März Bedenken geäußert, das Geschäft könne den Wettbewerb im Strom- und Einzelhandel beeinträchtigen. Eon hält solche Befürchtungen für unbegründet.

Geschäftsfelder werden aufgeteilt

Eon und RWE haben einen umfangreichen Austausch von Geschäftsfeldern vereinbart. Während Eon sich ganz auf Energienetze und das Kundengeschäft konzentrieren will, geht die Stromproduktion aus erneuerbaren Energien von Innogy und Eon an RWE. Dazu wird RWE mit knapp 17 Prozent an Eon beteiligt.

Den RWE betreffenden Teil des Geschäfts haben die EU-Kommission und das Bundeskartellamt bereits ohne Auflagen genehmigt. Die wegen ihrer Braunkohlekraftwerke kritisierte RWE AG könnte dadurch nach eigenen Angaben zum drittgrößten europäischen Erzeuger von Ökostrom werden.

Stand: 14.05.2019, 11:20

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