Drohende Zwangsräumung wegen unpassierbarer Straße in Ennepetal vorerst abgewendet

Geröll und Sand auf Straße

Drohende Zwangsräumung wegen unpassierbarer Straße in Ennepetal vorerst abgewendet

Insgesamt sieben Anwohner sollten in Ennepetal ihre vier Häuser verlassen, weil es keine offizielle Zufahrt mehr gibt. Nach dem Hochwasser im Juli ist dieser Weg unpassierbar.

Die Häuser stammen aus dem 19. Jahrhundert und hatten bisher einen Anschluss an das Straßennetz über einen Privatweg. Der aber ist nach dem Hochwasser zerstört. Ein Bach wurde zum reißenden Fluss und hat einen anderthalb Meter tiefen Graben in den Weg gerissen.

Eigentümerin wehrt sich gegen Instandsetzung

Selbst reparieren lassen können die Anwohner den Weg zu ihren Häusern nicht, weil der in Privatbesitz ist. Die Eigentümerin will die Zufahrt aber nicht instand setzen lassen, auch wenn sie die Kosten dafür erstattet bekäme. Jetzt bleibt nur ein eigentlich unpassierbarer Waldweg.

Für die Stadt heißt das, dass die Häuser keine offizielle Zufahrt mehr haben. Die Folge: Weil ein Rettungsweg fehlt, hatte die Stadt den Hausbesitzern damit gedroht, ihnen ab Freitag zu untersagen, ihre Häuser weiter zu nutzen.

Anwohner haben Anwälte eingeschaltet

Am Freitagnachmittag fehlte aber noch die offizielle schriftliche Anordnung der Stadt. Damit ist die Frist nicht rechtsverbindlich. Daher dürfen die Anwohner vorerst bleiben. Sie wollen nun vor Gericht erstreiten, dass sie die bisherige Zufahrt nutzen und reparieren können.

Stand: 15.10.2021, 17:13

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