Nachtreten nach der Wahl: Ärger um "Gyros-Mann"-Posting in Ennepetal

Tastatur mit Facebook Symbol

Nachtreten nach der Wahl: Ärger um "Gyros-Mann"-Posting in Ennepetal

In Ennepetal sorgt eine Äußerung in den sozialen Medien nach der Bürgermeister-Wahl für Ärger. Ein Unterstützer der wiedergewählten Bürgermeisterin hat sich darin über einen ihrer Mitbewerber geäußert.

Tom Hoppe, ein Unterstützer der Bürgermeisterin Imke Heymann (CDU) hat auf Facebook gepostet: "[...] vielleicht kann ja der Gyros-Mann [...] die Rathaus-Kantine weiterführen?"

In einem Facebook-Post steht: "Mal ganz abgesehen davon, dass sie einen tollen Job macht, gibt es auch gar keine Alternative! Aber vielleicht kann ja der Gyros-Mann, einer der Mitbewerber für das Amt, die Rathaus-Kantine weiterführen?"

Dieser Facebook-Post wurde inzwischen gelöscht.

Gemeint hat er damit Sotirios Kostas, der als unabhängiger Kandidat für das Amt des Bürgermeisters angetreten ist und einen griechischen Imbiss betreibt. Bei der Wahl hat er fast jede fünfte Stimme bekommen.

Facebook-Post stößt auf Unverständnis

Kostas ärgert sich sehr über diese Äußerung: "Ich finde es nicht korrekt. So etwas macht man mit keinem Menschen." Viele Menschen geben ihm recht. Unter dem Facebookpost finden sich schnell viele empörte Kommentare, die Kostas unterstützen.

Aber auch Ennepetals Bürgermeisterin Heymann ist sauer. "Für mich war wichtig, dass ich während des Wahlkampfes und im Amt immer um den Inhalt gekämpft habe." Das sei kein guter Stil, sagt die frisch wiedergewählte Politikerin.

Verfasser: "Das war Ironie."

Tom Hoppe, der Verfasser des Posts, kann die Aufregung nicht verstehen. Der ehemalige Chefredakteur von "Radio Ennepe-Ruhr" verteidigte seine Äußerung. Sie sei ironisch gemeint gewesen.

"Ich fand es vielleicht ein bisschen frech, aber nicht so, dass man sich dafür schämen müsste", sagt Hoppe. Auch den Begriff "Gyros-Mann" findet er nicht schlimm. Den Post hat er mittlerweile trotzdem gelöscht.

Entschuldigung auf Facebook

Am Donnerstag hat Hoppe dann doch ein Entschuldigungs-Schreiben auf Facebook gepostet. "Mit meiner Bezeichnung wollte ich Sie auf keinen Fall verletzen. Inzwischen ist mir klar, warum mein Text unglücklich und missverständlich war", heißt es dort zur Einleitung.

Stand: 17.09.2020, 15:06