Abgesackte Straße in Dortmund bleibt weiter gesperrt

Abgesackte Straße in Dortmund bleibt weiter gesperrt

  • Arbeiten an Hauptverkehrsstraße dauern an
  • Untergrund macht Bauingenieuren das Leben schwer
  • Kosten liegen bei rund sechs Millionen Euro

Autofahrer im Dortmunder Stadtteil Huckarde brauchen weiter Geduld. Die Emscherallee bleibt gesperrt, das hat die Stadt Dortmund am Mittwoch (13.03.2019) mitgeteilt. Im Oktober 2018 war die wichtige Nord-Süd-Verbindung nach einem Tagebruch bis zu drei Meter abgesackt.

Untergrund ist extrem weich

Der Asphalt auf der Emscherallee riss auf, auf der Straße und dem angrenzenden Bürgersteig und Radweg entstanden große Kuhlen. Die Straße musste auf einer Länge von 150 Metern gesperrt werden. Die Kletterhalle Bergwerk ist seitdem nur über Umwege zu erreichen.

Bereits seit sechs Monaten wird jetzt schon versucht, die abgesackte Stelle zu stabilisieren und die riesigen Löcher mit Beton zu verfüllen. Aber vor allem der Untergrund macht den Bauingenieuren das Leben schwer. Der ist extrem weich und das Grundwasser drückt an vielen Stellen nach oben.

Kosten liegen bei rund sechs Millionen Euro

Der Abwasserkanal, der in neun Metern Tiefe eingebrochen war, muss ebenfalls erneuert werden. Und das alles kostet. Die Stadt rechnet mit rund sechs Millionen Euro.

Der eingebrochene Abwasserkanal ist Ursache für das Absacken: "Wir haben jetzt einen Versatz in den Rohren. Es wird ganz viel Erdreich eingespült, so dass Hohlräume entstanden sind", erklärte Udo Paluszak von der Dortmunder Stadtentwässerung im Oktober.

Abwasserkanal zugemauert

Um ein weiteres Unterspülen zu verhindern, wurde der zerstörte Abwasserkanal vor und hinter der eingesackten Stelle zugemauert und das Abwasser mit Notpumpen in die Emscher geleitet. So sollte ein angrenzendes Wohngebiet vor einer Überschwemmung geschützt werden. Einen Bergbauschaden als Ursache hatte die Bezirksregierung schnell ausgeschlossen.

Stand: 13.03.2019, 14:16

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