Hausdurchsuchung in Dortmund: Wieder Waffen gefunden

Hausdurchsuchung in Dortmund: Wieder Waffen gefunden

Es nimmt kein Ende: In der Wohnung eines Mannes in Dortmund-Lütgendortmund, in der die Polizei bereits Waffen, eine Mine und mehrere Kilo TNT sichergestellt hat, wird noch bis zum Ende der Woche weiter gesucht.

Auch am Dienstag, Tag Sieben der Durchsuchung, wurde wieder Sprengstoff gefunden. Der wird am Abend wieder kontrolliert gesprengt.

Ein Feuerwehrauto vor dem Haus

Die Einsatzkräfte müssen bei der Durchsuchung besonders vorsichtig sein

Am Montag waren neben Sprengstoff noch Waffen und Waffenteile gefunden worden. Die Gegenstände sind dabei nicht einmal versteckt, berichtet ein Polizeisprecher: "Viele Dinge liegen einfach rum". Es ist schlicht die Menge, mit der die Beamten zu kämpfen haben.

Knallkapseln am Sonntag

Bisher sind die Einsatzkräfte in dem Haus an jedem Tag fündig geworden. Am Sonntag haben sie sogenannte "Eisenbahnknallkapseln" gefunden. Diese werden bei Arbeiten an Bahngleisen benutzt, um die Arbeiter vor herannahenden Zügen zu warnen. Sie haben nur eine vergleichsweise geringe Sprengkraft und wurden im Anschluss an die Durchsuchungsmaßnahmen ausgelöst, schreibt die Polizei.

Am Samstag wurde Munition gefunden

Bei den Funden am Samstag war eine kontrollierte Sprengung nicht nötig. Da hatte die Polizei eine kleine Menge an Waffen, Waffenteilen und Munition entdeckt. Eine kontrollierte Sprengung war aber nicht erforderlich. Die Straße war aber wieder für mehrere Stunden gesperrt.

Freitag kontrollierte Sprengung

Am Freitag, wie auch schon am Vortag, mussten die Funde kontrolliert gesprengt werden, teilte die Polizei. Sie informierte via Twitter, dass für die Bürger "Knallgeräusche" hörbar sein werden. Den genauen Ort der Sprengung nannte sie nicht, es bestehe aber keine Gefahr.

68-Jähriger aus Polizeigewahrsam entlassen

Zuvor war der 68-jährige Bewohner aus dem Gewahrsam entlassen worden. Die Polizei hatte ihn nach den ersten Funden am Mittwoch festgenommen. Nach Polizeiangaben lagen am Freitagnachmittag keine rechtlichen Voraussetzungen für eine freiheitsentziehende Maßnahme vor. In seine Wohnung darf er aber nicht.

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Wohnung ist sehr vollgestellt

Die wurde am Freitag bereits den dritten Tag in Folge durchsucht. Die Polizei kam nur langsam voran, weil die Wohnung ungewöhnlich vollgestellt sei, so ein Sprecher. Vor dem Haus wurde ein großer Container aufgestellt. Dort werden Möbel und andere Gegenstände zwischengelagert, damit sich die Beamten in der Wohnung Übersicht verschaffen können. Die Durchsuchungen dürften noch das ganze Wochenende dauern.

Wohnungsinhaber kein Unbekannter

Die Polizei bestätigte, dass es bei dem Mann vor 20 Jahren schon einmal einen Einsatz gab. Worum es damals ging, darf sie nicht sagen, weil das Verfahren abgeschlossen ist.

Sprengstoff und Mine gefunden

Am Donnerstag hatten Beamte in der Wohnung des Mannes Sprengstoff gefunden. Das TNT wurde abtransportiert und von Spezialisten des LKA NRW kontrolliert und mit großem Sicherheitsabstand auf einem Feld gesprengt.

Ein Polizeiband sperrt ein Wohnhaus in Dortmund ab. Hinter der Absperrung stehen Polizeibeamte.

Seit Mittwoch wird die Wohnung durchsucht

Am Mittwoch hatte die Durchsuchung wegen des Verdachts auf unerlaubten Waffenbesitz begonnen. Dabei förderte eine Spezialeinheit nicht nur verdächtige Substanzen zutage, die von der Feuerwehr eigens untersucht werden mussten. Der Bewohner hatte außerdem Munition aus dem Zweiten Weltkrieg gelagert, darunter auch eine Mine. Die wurde auf einem Feld kontrolliert gesprengt.

Stand: 15.09.2020, 16:50