Eilantrag: 84-jähriges Ehepaar will Sofort-Impfung

Einem Mann wird der Coronavirus-Impfstoff in den Oberarm gespritzt.

Eilantrag: 84-jähriges Ehepaar will Sofort-Impfung

Ein 84-jähriges Ehepaar aus Essen fordert sofortige Corona-Impfung. Die Eheleute haben einen Eilantrag am Verwaltungsgericht Gelsenkirchen eingereicht und sind damit gescheitert.

Das Argument des Ehepaares: Menschen, die über 80 Jahre alt sind, seien dem höchsten Risiko ausgesetzt, sich mit dem Coronavirus zu infizieren. Daher sei es rechtswidrig, dass erst alle Bewohnerinnen und Bewohner der Pflegeheime geimpft würden. Und damit auch diejenigen, die noch nicht 80 Jahre alt sind.

Das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen hat am Montag entschieden: das Ehepaar muss auf die Öffnung der Impfzentren und die Freischaltung der Telefonnummer für die Terminvergabe warten. Dass die Bewohnerinnen und Bewohner in Pflegeheimen zuerst geimpft werden, stelle keine ungerechtfertigte Ungleichbehandlung dar.

Ab 25. Januar: Impf-Termin für über 80-Jährige möglich

In Pflegeheimen sei das Schutzbedürfnis höher. Das Verwaltungsgericht verweist damit auf die Empfehlungen und Erkenntnisse der Ständigen Impfkomission. Das Ehepaar sei zwar über 80, lebe aber in häuslicher Umgebung und sei damit weniger Kontakten ausgesetzt, als die Bewohnerinnen und Bewohner eines Pflegeheims.

Ab dem 25. Januar können in NRW Menschen über 80 einen Termin für ihre Corona-Impfung vereinbaren. Das hat das Gesundheitsministerium am Montag mitgeteilt. Ab Februar könne geimpft werden. Die Termine werden telefonisch oder online vereinbart. Bis zum 23. Januar sollen die Impfberechtigten darüber informiert werden.

Coronaimpfung: Müssen wir Angst vor Langzeitschäden haben?

DailyQuarks – Dein täglicher Wissenspodcast 11.01.2021 20:10 Min. Verfügbar bis 11.01.2022 WDR Online


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Stand: 11.01.2021, 18:16