Uni Witten-Herdecke setzt auf eigenes Gemüse für Mensa

Zwei Studenten der Uni Witten-Herdecke bei der Gartenarbeit auf dem Gemüsefeld der Uni, mit Salat im Vordergrund

Uni Witten-Herdecke setzt auf eigenes Gemüse für Mensa

  • Uni baut Gemüse auf eigenem Feld an
  • Langfristiges Ziel: komplette Selbstversorgung
  • Umstellung beim Mensaessen

Die Universität Witten-Herdecke will in ihrer Mensa in Zukunft nur noch Gemüse und Salat aus eigenem Anbau anbieten. Dafür sucht sie gerade einen großen Acker, der direkt neben dem Campus liegen soll. Das hat die Uni am Donnerstag (23.05.2019) angekündigt.

Erster Acker wird schon bewirtschaftet

Eine kleine Fläche gibt es schon, von der Gemüse und Salat kommen. Rund einen Hektar ist sie groß. Doch dieser Acker reicht nicht, um alle Wittener Studenten zu versorgen. Deshalb braucht die Uni eine größere Fläche in der Nähe, sodass man insgesamt auf drei Hektar kommt.

Bewirtschaften wird das Feld ein lokaler Verein zusammen mit Studenten. Wie die Selbstversorgung das ganze Jahr über klappt, wollen sie nun bei einem Modellversuch herausfinden. Denn viele Gemüsesorten wachsen beispielsweise nur zu bestimmten Jahreszeiten, darauf muss sich auch die Mensaküche erst noch einstellen.

Zusammenarbeit mit Demeter-Höfen

Laut Uni wäre am Anfang eine Selbstversorgerquote von etwa 50 Prozent eine gute Quote, dann soll es Schritt für Schritt auf eine hundertprozentige Abdeckung hinauslaufen. Alles was nicht selbst abgedeckt werden kann, soll von Demeter-Höfen aus der Region dazugekauft werden.

An der Uni Witten-Herdecke gibt es täglich rund 400 Mittagsessen in der Mensa. Aktuell werden dort an einzelnen Tagen rund 100 Gerichte mit eigenem Gemüse angeboten. Diese seien meist innerhalb von einer halben Stunde ausverkauft, so die Betreiber der Mensa.

Gartenzeit: Tischbeete für Gemüse auf dem Balkon Lokalzeit Ruhr 21.05.2019 Verfügbar bis 21.05.2020 WDR Von Susanne Küppers

Stand: 23.05.2019, 15:29