Giftige Raupenhaare in Castrop-Rauxeler Kita

Eine Schaukel ist mit rot-weißem Absperrband gesperrt.

Giftige Raupenhaare in Castrop-Rauxeler Kita

  • Giftige Raupenhaare verbreitet
  • Kita-Garten gesperrt
  • Nester zu früh abgesaugt

Kinder in der Kita Senfkorn in Castrop-Rauxel dürfen seit Monaten nicht mehr draußen spielen. Im Mai wurden im Stadtteil Habinghorst Nester des Eichenprozessionsspinners abgesaugt. Das war offenbar zu früh. Ein Baumsachverständiger teilte das der Leiterin der Kita am Freitag (13.09.2019) mit.

Haare millionenfach verbreitet

Die Nester sollen im Mai zwar entfernt worden sein, die Raupen jedoch nicht. Millionenfach haben sich die Raupenhaare auf dem Außengelände der Kita ausgebreitet und bei den Kindern zu starkem Juckreiz geführt. Je nach Witterung sei ein Absaugen der Nester erst ab Mitte Juni effektiv, so der Baumsachverständige.

Feuer und natürliche Feinde sollen helfen

Die giftigen Haare des Eichenprozessionsspinners haben sich auch im Sandkasten der Kindertagesstätte verteilt. Der soll jetzt verbrannt werden. Außerdem sollen Nistkästen für die natürlichen Fressfeinde aufgehängt werden. Das sind zum Beispiel Blaumeisen und Fledermäuse.

Gefährliche Folgen

Raupendermatitis: Hautreaktion auf die Haare der Larven des Eichenprozessionsspinners

Erst ab dem dritten Larvenstadium haben die Tiere Haare mit mehreren Spitzen. Diese können auf die Haut, in die Augen oder Atemwege gelangen und sorgen dort für heftige Reaktionen. Wenn die Haare brechen, wird ein Eiweißstoff freigesetzt. Die Haut reagiert darauf mit heftigem Juckreiz, wird rot und es können sich Quaddeln, Eiterbläschen oder Knötchen bilden. Richtig gefährlich wird es, wenn die Härchen in die Atemwege gelangen. In schweren Fällen kann es dann zu Atemnot kommen.

Stand: 13.09.2019, 18:50