Eichenprozessionsspinner sorgt für Feuerwehreinsatz in Hagen

Eichenprozessionsspinner sorgt für Feuerwehreinsatz in Hagen

  • Haare der Raupe lösen allergische Reaktionen aus
  • Kommunen lassen die Nester beseitigen
  • Dortmunder Fredenbaumpark gesperrt

Die Raupen des Eichenprozessionsspinners haben in Hagener Stadtteil Haspe am Donnerstag (06.06.2019) für einen Feuerwehreinsatz gesorgt.

Tiere bei Baumarbeiten entdeckt

Bei Baumarbeiten wurden die Tiere am Nachmittag entdeckt. Mit Gasbrennern vernichteten Feuerwehrleute die Nester des Eichenprozessionsspinners gezielt. Dabei trugen die Einsatzkräfte Schutzanzüge und Atemschutzfilter, um sich vor den gefährlichen Brennhaaren der Falter-Larven zu schützen

Vor allem große Bereiche des Ruhrgebiets sind von den giftigen Raupen befallen. In Voerde an den Janusz-Korczak-Förderschule wurden die Tiere am Donnerstag (06.06.2019) bekämpft.

Staubsauger statt Chemie

Während die Kinder frei hatten, mussten die Baumpfleger Marius Janowicz und Ingo Rüsken ran. Aber nicht wie üblich mit der Chemie sondern mit dem Staubsauger. Das sei umweltverträglicher und effektiver:

"Wir haben in den vergangenen Jahren gute Erfahrungen damit gemacht, die Tiere abzusammeln, also abzusaugen. Damit haben wir auch die Nester beseitigt. Der Einsatz von Sprühmitteln führt oft nicht zum gewünschten Erfolg“, sagt Wilfried Limke von der Stadt Voerde.

Mehr Rupen als im Vorjahr

Es gibt aktuell mehr Raupen als im Vorjahr. Die Wärme kam spät, für die Raupen des Schmetterlings genau richtig. Besonders Städte zwischen Bottrop und dem Münsterland sind betroffen.

Fredenbaumpark in Dortmund gesperrt

Die A 31 ist dafür teilweise gesperrt worden, seit Dienstag (04.06.2019) auch der Dortmunder Fredenbaumpark. Raupen des Eichenprozessionsspinners haben dort mehrere hundert Bäume befallen. Die Raupen sind giftig und können Atemnot verursachen. Deshalb sollen Spaziergänger den Park nicht mehr betreten. Spezialisten entfernen die Raupen mit einem Staubsauger.

Städte sind vorbereitet

In vielen Städten wie Lünen und Hamm ist man vorbereitet. Marl hat mit Bäume in diesem Jahr erstmalig mit einem Fresshemmer besprüht, um die Verbreitung einzudämmen. Wer Nester in den Bäumen entdeckt, kann sich direkt an die Städte wenden.

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In Recklinghausen gibt es beispielsweise eine Melde-App über die man die gefährlichen Raupen anzeigen kann. Wenn das eigene Grundstück befallen ist, sind die Besitzer selbst für die Entfernung der Raupen verantwortlich.

Stand: 06.06.2019, 16:03